Nachtsichtgeräte Test

Egal ob Sie nachts im Wald jagen oder in der Wildnis campen – mit einem Nachtsichtgerät können Sie Ihre Umgebung im Dunkeln besser sehen. Ein Nachtsichtgerät erhellt das wenige Umgebungslicht so stark (teils unter Zuhilfenahme von Infrarotlicht), dass Sie in tiefster Dunkelheit sehen können.

Zuerst wurde die Technologie nur im militärischen Bereich eingesetzt, durch die technologische Weiterentwicklung sind die Geräte heutzutage jedoch auch für Privatanwender interessant und vor allem erschwinglich.

BUDGET-PICK

Bresser Digital NV 1x

Das Infrarot-Nachtsichtgerät besitzt einen 2-fachen Digitalzoom und kann einen Bereich von bis zu 70 m erfassen. Das Gerät wurde speziell für die Fortbewegung entwickelt. Das Bresser zeigt Objekte im Nahbereich auch bei kompletter Dunkelheit an.

Mit einem Gewicht von knapp 335 g lässt es sich leicht am Kopf tragen, das dafür benötigte Zubehör wird direkt mitgeliefert.

Bild: Bresser
Bild: Bresser

Vergleich der vorgestellten Nachtsichtgeräte

Modell

Bild

Reichweite

Gesamt-Score

Preis

Bresser Digital NV 1x

Bild: Bresser

€€€€

4.5/5

Yukon Night Vision 5×60

Bild: Yukon

€€€

4.6/5

 Bestguarder HD Digital

Bild: Bestguarder

€€€€

4.5/5

Zeiss Victory NV 5

ZeissVictory NV 5

€€€

4.6/5

Der Vergleich der 4 besten Nachtsichtgeräte

1. Bresser Digital NV 1x – Budget-Pick

Es muss nicht immer eine Hightech-Ausrüstung sein! Das Bresser Digital NV Binokular mit 2-fachem Digitalzoom ist ein solides Gerät, welches im Nahbereich auch bei kompletter Dunkelheit für den notwendigen Durchblick sorgt.

Der integrierte Infrarotstrahler ist zuschaltbar und besitzt 7 Stufen. Bis zu einer Entfernung von 70 m erhellt er das Bild bei totaler Dunkelheit. Die Ausstattung des Digital NV 1x von Bresser macht sich auch im Preis positiv bemerkbar: Aktuell ist das Nachtsichtgerät für knapp 150 € erhältlich.

PRO’S

✅ Solides Anfängergerät und günstig in der Anschaffung

✅ Akzeptable Bildschärfe

✅ 8 h Akkulaufzeit

CON’S 

❌ Keine Bild- und Videoaufnahmen möglich

Details

Das Bresser Digital NV 1x besitzt 2-fachen Digitalzoom mit einer Reichweite von 70 m. Wie Aufnahmen aus der Praxis zeigen, reicht es aus, um sich auch bei kompletter Dunkelheit im Nahbereich orientieren zu können.

Die Bedienelemente auf der Oberseite des Geräts sind einfach gehalten und lassen sich leicht und fast intuitiv betätigen.

Der Vorteil der digitalen Technik: Das charakteristische grüne Bild existiert nicht und der Sichtbereich ist gleichmäßiger ausgeleuchtet.

Im Lieferumfang enthalten sind Kopfhalterung, USB-Kabel zum Laden des Akkus, gepolsterter Schultergurt und Bedienungsanleitung. Das Nachtsichtgerät bietet auch komfortablen Durchblick für Brillenträger, wie sich aus den zahlreichen Käufer-Bewertungen entnehmen lässt.

Fazit

Das Nachtsichtgerät von Bresser kommt ohne viel technischen Schnickschnack. Viele Möglichkeiten zum Einstellen gibt es nicht. Dafür eignet sich das Binokulare System auch sehr gut für Brillenträger. Zumindest im Nahbereich ist es möglich, sich ohne Licht zu orientieren.

Durch die Kopfhalterung lässt sich das Modell auch während des nächtlichen Streifzug durch Wald und Flur gut am Kopf befestigt tragen.

Einige Käufer bemängeln die Verarbeitung des Gehäuses. Für den geringen Anschaffungspreis ist das Bresser jedoch optimal als Einstiegsgerät in die Welt der Nachtsichtkameras geeignet. 

2. Yukon Night Vision 5×60 – das robuste Modell

Das Yukon Night Vision 5×60 bietet eine fünffache Vergrößerung und ist ein sogenanntes monokulares Modell, was bedeutet dass man nur mit einem Auge durchblicken kann.

Laut dem Hersteller sind Entfernungen von bis zu 180 m keine große Herausforderung für das NV 5×60. Mit einem Gewicht von 660 g ist das Gerät kein Leichtgewicht, aber die Aufnahme für ein Stativ ist vorhanden.

PRO’S

✅ Für den Preis ein super Modell

✅ Einfache Handhabung durch gummiarmiertes Gehäuse

✅ Eignet sich gut für die Jagd (Ansprechen)

CON’S 

❌ Blendeffekt/ Sehstörung nach der Nutzung der IR-Funktion hält lange an

Details

Die Yukon Night Vision 5×60 verfügt über eine fünffache Vergrößerung mit einem Objektivdurchmesser von 60 mm. 

Das Gerät wiegt 650 Gramm und kann auch mit einem Stativ verwendet werden. Das Yukon kann relativ einfach scharf gestellt werden und hat einen integrierten Infrarotstrahler, der sich für besonders dunkle Umgebungen eignet – mit diesem lässt sich eine Reichweite von knapp 200 Metern erzielen.

Nicht nur Tiere und Menschen, sondern sogar Pflanzen lassen sich mit diesem Gerät in der Nacht erkennen, da auch diese Wärme abstrahlen und einen Stoffwechsel haben. Bis auf eine Entfernung von ca. 120 Metern liefert das Gerät eine sehr gute Schärfe. 

In Summe ein gutes Gerät und für den Preis von ca. 215 Euro durchaus zu empfehlen.

Fazit

Brauchbare Nachtsichtgeräte müssen nicht teuer sein, wie das Yukon Night Vision 5×60 beweist. 

Das Modell kann erst bei Zuschaltung des Infrarotstrahlser seine volle Leistungsfähigkeit entfalten. In der Praxis hat sich gezeigt, dass der Sehbereich über eine Distanz von knapp über 100 m zuverlässig brauchbare Ergebnisse liefert. Aufgrund des Gewichts und des Zooms ist ein Spaziergang mit dem Modell nicht wirklich empfehlenswert.

Zum besseren Ansprechen von Wildtieren oder zur Objektüberwachung lässt sich ein Stativ am Gerät befestigen. Eine solide Ausstattung zu einem fairen Preis.

3. Bestguarder HD Digital Nachtsichtgerät – das vielseitige Binokular

Dieses Fernglas hat einiges zu bieten. Neben einer 40 mm großen Objektivöffnung besitzt das Gerät einen 4,5 fachen optischen, sowie einen 5-fachen digitalen Zoom. Bilder und Videos lassen sich automatisch mit Ton aufnehmen.

Der erste große Unterschied zu den zuvor hier im Artikel vorgestellten Modellen ist, dass es sich hier um ein binokulares Nachtsichtgerät handelt, man also mit beiden Augen in die Dunkelheit blicken kann.

PRO’S

✅ Bild- und Fotoaufnahmen sind möglich

✅ 4,5-fache optische Vergrößerung

✅ Handlichkeit

CON’S 

❌ Nicht für Träger von Gleichtsichtbrillen geeignet

 

Details

Die Daten der Bestguarder HD Digital Nachtsichtkamera sprechen für sich: Auf dem 640 x 480 px großen Bildschirm offenbaren sich bei vollständiger Dunkelheit interessante Details. Die Umgebung erwacht buchstäblich zum Leben, selbst wenn das bloße Auge schon lange nichts mehr wahrnehmen kann.

Laut Angaben des Hersteller werden mittels des integrierten 850NM 3″ Infrarot-LED-Strahlers Entfernungen bis zu 400 m abgedeckt. In der Praxis liegen die Werte bei zuverlässigen 180 m.

Insgesamt 8 Funktionstasten stehen zur Bedienung des Geräts zur Verfügung und sind auch Nachts leicht zu finden.

HD-Fotos lassen sich mit einer Auflösung von 2592 x 1944 px aufzeichnen, im Videoformat sind es 1280 x 720 px. Eine 32 GB große Speicherkarte ist im Lieferumfang enthalten.

Das Bestguarder ist kein absolutes Profigerät – hier muss man ein wenig tiefer in die Tasche greifen – wer jedoch nach einer gut verarbeiteten, hochqualitativen Nachtsicht-Brille sucht für einen akzeptablen Preis, der wird mit mit diesem Produkt seine Freude haben. 

Fazit

Das Bestguarder ist ein interessantes Gerät für Jäger und Outdoor-Enthusiasten, welche nachts gerne Bilder bzw. Videos von den Sichtungen aufzeichnen möchten. Der 4,5-fache optische bzw. 5-fache digitale Zoom erleichtern das Erkennen der Umgebung bei kompletter Dunkelheit im Nahbereich. Auch wenn sich die in der Produktbeschreibungen angegebenen Entfernungswerte im Alltag nicht einhalten lassen. 

4. Zeiss Victory NV 5,6×62 T – das Hochwertige

Als letztes Gerät in dieser Übersicht stelle ich das Zeiss Victory NV vor – hier handelt es sich um ein absolutes Profigerät welches sich ideal für den Jagdeinsatz eignet und höchste Ansprüche erfüllt. Bei einem Preis von knapp 4900 Euro darf der Käufer dann schon einiges erwarten im Vergleich zu günstigeren Modellen.

PRO’S

✅ Sehr hochwertiges Gerät der 2. Nachtsicht-Generation der renommierten Firma Zeiss

✅ Klein, handlich und sehr effektiv

✅ 20 000-fache Lichtverstärkung

CON’S 

❌ Vergleichsweise teuer in der Anschaffung

Details

Das Zeiss liefert selbst bei absoluter Dunkelheit absolut scharfe und gute Bilder auf denen sich selbst die kleinsten Details erkennen lassen. Die Helligkeit der Anzeige lässt sich unkompliziert am Gerät einstellen. Einzig der eingebaute Infrarot-Scheinwerfer hat eine zu geringe Reichweite – beim reinen Jagdeinsatz ist dieses Manko aber verkraftbar.

Die Verstärkerröhre der Generation 2+ ist leistungsstark und verfügt über eine etwa 20.000 fache Lichtverstärkung. Spezielle Mikrokanalplatten sorgen für ein detail- und kontrastreiches Bild. Zusätzlich verfügt das Gerät über eine besondere Schutzfunktion: Bei starker externer Lichteinstrahlung in die Linse kommt es zu keinen Schäden am System.

Fehlendes Restlicht stellen für das Victory kein Problem dar. Auf Knopfdruck wird die integrierte IR-LED aktiviert und sorgt auf einer Entfernung von bis zu 50 m für einwandfreie Sicht. Ein Adapter ermöglicht es, zusätzliche Taschenlampen mit IR-Filter einzusetzen, sodass sich die Distanz um ein vielfaches erweitert.

Mit ZEISS LotuTec gehören beschlagene Linsen der Vergangenheit an. Dank dieser Beschichtung lässt sich das Gerät auch bei einer nassen Witterung problemlos verwenden.

Fazit

Sicheres Ansprechen und Erkennen auch bei kompletter Dunkelheit sind für das ZEISS keine wirkliche Herausforderung. Dieses Gerät birgt High-Tech, wie man sie bei günstigen Modellen eher vergeblich sucht. Das Herzstück des Nachtsichtgeräts ist zweifelsohne die leistungstarke Verstärkerröhre, mit welcher sich eine etwa 20 000-fache Lichtverstärkung erreichen lässt.

Doch die Ausstattung hat ihren Preis. Dies betrifft Anschaffungskosten und Gewicht gleichermaßen. Mit 1000 g ist die Victory kein Modell, welches sich unbemerkt in Jagdrucksack verstauen lässt. Definitiv ein Produkt für Jäger, die gerne mehr an technischer Ausrüstung haben möchten und dafür auch bereit sind, den Preis zu bezahlen.

Was ist ein Nachtsichtgerät? Wie funktioniert es?

Je dunkler es draußen ist, desto weniger (Formen und Farben) kann das menschliche Auge wahrnehmen. Auch die Beobachtungsdistanz wird kleiner.

Um in der Dunkelheit zu jagen kann man leider keine Taschenlampe oder eine andere Art von Leuchte verwenden, da diese die Tiere verscheuchen würden. Aus diesem Grunde gibt es Nachtsichtgeräte, mit denen sich das Wild komfortabel und ohne Aufsehen zu erregen beobachten lassen.

Zudem nimmt die Beobachtungsdistanz rapide ab. Das bedeutet, dass ein Jäger in der Dunkelheit auf Hilfsmittel angewiesen. Die Verwendung von Lichtquellen wie Taschenlampe oder Scheinwerfer ist für die Jagd nicht sinnvoll, da sie die Tiere nur verschrecken würde, was natürlich das Ziel verfehlt.

Daher macht es natürlich Sinn durch passive Maßnahmen die Sehfähigkeit des Jägers in der Dunkelheit zu verbessern. Nachtsichtgeräte sind technische Apparate mit denen man in der Dunkelheit sehen kann. Dies wird erreicht durch Restlichtverstärkung des vorhandenen Lichts oder mit Hilfe eines Bildwandlers welcher für Menschen nicht sichtbare Infarotstrahlen interpretiert.

Offiziell zählen auch Wärmebildkameras zu der Gattung der Nachtsichtgeräte, da diese von den Objekten (Tiere oder Menschen) abgegebene Wärme in Licht umwandeln. Hier behandeln wir aber nur die Gattung Nachtsichtgerät und somit Restlichtverstärker bzw. Bildwandler.

Die ersten Nachtsichtgeräte kamen kurz vor dem 2. Weltkrieg um 1940 auf den Markt und wurden von der deutschen Firma AEG entwickelt. Es dauerte aber nicht lange, bis die Russen und Amerikaner auch eigene Modelle zur Marktreife brachten.

Der Russe Vladimir Zworykin gilt als der Erfinder des ersten Nachtsichtgerätes für die zivile Nutzung. In Deutschland können Nachtsichtgeräte legal eingesetzt werden – allein der Einsatz von Nachtzielgeräten ist streng verboten.

Wie funktioniert ein Nachtsichtgerät?

Ein Nachtsichtgerät besteht aus einer Bildwandlerröhre, bei der auf der Eintrittseite Strahlung auf eine sogenannte Fotokathode trifft – diese löst Elektronen aus welche durch Spannung im Vakuum beschleunigt werden.

Auf der Gegenseite treffen diese auf einen Leucht-Schirm und erzeugen dort durch Fluoreszenz ein ordentliches Bild. Ganz schön kompliziert, was? Auf diesem Video ist die Funktionsweise eines Nachtsichtgerätes noch einmal besser erklärt:

Weitere häufig gestellte Fragen zum Thema

Die maximale Sichtweite eines Nachtsichtgeräts hängt von mehreren Variablen ab:

  • Art und Qualität des Objektivs
  • Qualität der Bildwandlerröhre

Viele der günstigeren Geräte schaffen ledigleich eine Reichweite von knapp fünfzig Metern, wohingegen höherpreisige Geräte (inkl. Einsatz von Teleobjektive & Infarotaufhellern) bis zu knapp fünfhundert Meter schaffen können.

Beide Geräte haben ihre jeweiligen Vorteile und ergänzen sich im Zweifelsfall beim Jagdeinsatz gut. Mit einer Wärmebildkamera kann man sich sehr gut einen Überblick über die Wildbewegungen im Revier ermöglichen.

Je weiter weg z.B. jedoch die Wildtiere sind, desto schwerer sind diese zu lokalisieren mit einer Wärmebildkamera. Dies stellt den situativen Übergang da, wo ein Nachtsichtgerät mehr leisten kann für den Jäger und besser geeignet ist.

Selbst bei größeren Distanzen ist ein unproblematisch damit Wild zu lokalisieren und anzusprechen. Hier ist ein Video zu den Vor- und Nachteilen der beiden Geräte (auf Englisch):

 Tiere die tagsüber im Gelände nur schwer zu sehen sind, weil sie sich gut in diese Einfügen, sind auch mit einem Nachtsichtgerät nur relativ schwer zu erkennen. Bei einer Wärmebildkamera spielt dies keine Rolle, da es nur die die abgestrahlte Körpertemperatur des Tieres geht.

Ein Nachtsichtgerät auf der anderen Seite kann durch Glas durchsehen, wohingegen eine Wärmebildkamera Objekte hinter Glas nicht entdecken kann.

Die Generations-Angabe beschreibt die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Nachtsichtgerät. Derzeit geht es maximal hoch bis Generation 4, die Mehrzahl der Generationen 3 bis 4 sind jedoch militärischem Einsatz vorbehalten und für den Otto-Normal-Jäger und Verbraucher nicht zu erwerben.

Innerhalb der einzelnen Generationen gibt es zudem noch einmal große Unterschiede was die Leistungsfähigkeit eines Gerätes betrifft. Hier ist eine Kurzbeschreibung der verschiedenen Generationen:

Generation 1 

  • Lebensdauer maximal 1000 bis 2000 Stunden
  • funktioniert mit Bildwandlerröhren nach dem Inventerprinzip
  • 1000- bis 8000fache Restlichtverstärkung

Generation 2

  • Lebensdauer maximal 10.000 bis 15.000 Stunden
  • zusätzlicher Einsatz einer Mikrokanalplatte (zwischen Fotokathode & Bildschirm)
  • bis zu 20.000-fache Restlichtverstärkung

Generation 3

  • Lebensdauer ca. 15.000 Stunden
  • zusätzlicher Einsatz von Galliumarsenid
  • bis zu 50.000-fache Restlichtverstärkung

Generation 4

  • derzeit nur für den militärischen Einsatz zugelassen
  • Einsatz von digitalen Signal-Prozessoren

Grundsätzlich gilt dass sich die Investition in Qualität auszahlt. Wer lange Freude an einem Gerät haben möchte, der ist gut beraten ein wenig mehr auszugeben oder ein höherpreisiges Gerät gebraucht zu kaufen. Weiters gibt es viele unbekannte Hersteller auf dem Nachtsichtgeräte-Markt, die ihre Waren zu teils überteuerten Preisen anbieten.

Deshalb lohnt es sich nur Modelle der führenden Marken wie Ricoh, Laserluchs, Bering Opicts, Nightlux , Zeiss, Night Tronic oder Armasight zu kaufen. Je höher die Generation, desto besser ist im Normalfall auch die Restlichtverstärkung. Falls Du ein Nachtsichtgerät gebraucht kaufst, dann musst Du dringend auf die ungefähre Betriebsdauer achten, denn normalerweise ist die Lebenszeit eines solchen Gerätes auf wenige tausend Stunden beschränkt.

Je besser und teurer das Nachtsichtgerät, desto größer die mögliche Beobachtungsentfernung und je besser die Bildqualität. Die am weitesten entwickelten Geräte sind die der Generation 4, jedoch können diese nur vom Militär eingesetzt werden.

Selbst die Generation 3 ist nur schwer frei zu erwerben. Für den Jäger oder Privatanwender stellt somit ein Nachtsichtgerät der Generation 2 und 2+ eine sehr gute Variante dar. Begibt man sich in die Gefilde der Generation 1, dann nimmt das Qualitätslevel und die Lebensdauer des Gerätes deutlich ab.

Ein Nachtsichtgerät kann sehr gut ergänzt werden durch den Einsatz eines Infarotaufhellers.  Dieser macht das unsichtbare Infarot-Licht sichtbar und verstärkt dieses noch.

Infarotaufheller ermöglichen es Reichweiten von hunderten von Metern zu erzielen. In den meisten modernen Geräten ist der Aufheller bereits eingebaut.

Gen 1 – Nachtsichtgeräte

Die erste Generation, die ein ernstzunehmender Nachtsichtgeraete und sind bei vielen Produkt-Tests meist die günstigsten Geräte. Dies ist die erschwinglichste und häufigste Art der Nachtsicht. Gen 1 Geräte liefern ein ordentliches Bild aus nächster Nähe, aber nicht zu brillant.

Gen 2 – Nachtsichtgeräte

Hier beginnt es, ernst und professionell zu werden. Die Klarheit von Gen 2 ist ein gewaltiger Sprung und ist der Ausgangspunkt für den professionellen Einsatz. Die inkludierte Mikrokanalplatte ermöglicht es, ein klareres und helleres Bild zu erhalten, als alles, was ein Gen 1 Nachtsichtgeraet leisten kann.

Es gibt mehrere Gen 2 Typen, darunter Gen 2+ und Gen 2 HD, die ein noch besseres und lebendigeres Bild bieten, aber keine Gen 3 Geräte sind.

Gen 3 – Restlichtverstärker bzw. Nachtsichtgeraete

Geräte der Generation 3 sind die aktuellen Top-Nachtsichtgeräte und Restlichtverstärker, die von Kampftruppen im US-Militär verwendet werden. Diese haben ein besseres Bild, eine bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und halten länger.

Gen 4 Geräte

Gen 4 Geräte sind die aktuelle Evolution der Branche und die teuersten Geräte. Sie bieten im Allgemeinen ein möglichst klares Bild – auch bei sehr wenig oder gar keinem Licht. Ein Gen 4 Gerät ist extrem klar und seine Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen ist unschlagbar. Gen 4 Geräte sind ein wenig schwer auf dem Markt zu finden. Auch, weil der Preis für solche Nachtsichtgeräte recht hoch ist.

Carmen

Carmen

Ich bin Carmen, 38 Jahre jung und bin Jägerin. Darüber hinaus schreibe ich Artikel für Webseiten und beschäftige mich auch intensiv mit dem Thema Falknerei.