Jagd in Tirol

Das außergewöhnliche Alpenpanorama und die ursprüngliche Natur begeistern jährlich Tausende von ausländischen Touristen. Ob Wandern, Klettern, Skifahren, Langlaufen oder einfach nur die Seele baumeln lassen: Das alpine Gelände bietet für jeden die passende Gelegenheit. So unterschiedlich wie die Landschaft sind auch die Charaktere der Einwohner. 

Tirol hat jedoch auch passionierten Jägern und Jägerinnen viel zu bieten. Die Tiroler Bergjagd hat ihren ganz eigenen Reiz und Charme. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass so manchen Waidmann alles abverlangt wird. Allein der Anblick und die Gelegenheit, in einer einzigartigen Landschaft zu jagen, entschädigen jedoch für alle Mühen und Strapazen. 

Jagdbare Wildarten

Die abgeschiedenen Gebirgsregionen sind für vielen Wildarten ein geschützter Rückzugsort. Wer die Jagd in den Hochgebirgs-Revieren ausüben will, muss eine gesundheitliche Fitness und Kondition aufweisen. Mit dem Auto befahrbare Wege sind kaum vorhanden. Pirschgänge auf bis zu 2000 m Seehöhe sind hier keine Seltenheit. 

In Tirol wird man mit der Aussicht, folgende Wildarten zu jagen, für alle Mühen und Strapazen entlohnt: 

  • Birkhahn
  • Gamswild
  • Steinwild
  • Rehwild
  • Rotwild
  • Füchse
  • Kolkraben
  • Alpenhasen
  • Bläshühner
  • Feldhasen
  • Dachse
  • Eichelhäher
  • Elstern
  • Stockenten
  • Iltisse
  • Marderhunde
  • Schwarzwild
  • Waschbären
  • Rackelwild

Jagdarten und -zeiten in Tirol

Jäger müssen zum Schutz des Wildbestandes bestimmte Jagdzeiten einhalten. Männliches Rotwild der Klasse 1 und Murmeltiere beispielsweise dürfen nur von Spätsommer bis zum Herbst bejagt werden.

Der stolze Auerhahn hingegen, dessen Bestand in Deutschland ganzjährig geschont ist, darf nur 15 Tage im Jahr gejagt werden und das nur in ungeraden Jahren. Damit soll sichergestellt werden, dass die Population der majestätischen Vögel stabil bleibt.

Eine Übersicht über die Jagdzeiten in Tirol: 

  • Männliches Rotwild Klasse 1: 01.08. – 15.11.
  • Männliches Rotwild Klasse 2 u.3: 01.08. – 31.12
  • Weibliches Rotwild (inklusive Kälber und Schmalspießer): 01.06. -31.12.
  • Rehbock Klasse 1 bis Klasse 2: 01.06. – 31.10.
  • Rehbock Klasse 3: 01.06. – 31.12.
  • Weibliches Rehwild und Kitze: 01.06. – 31.12
  • Gamswild: 01.08. – 15.12.
  • Kleiner Hahn: 10.05. – 31.05.
  • Schneehahn: 15.11. – 31.12.
  • Murmeltier: 15.08. – 30.09
  • Alpenhasen: 01.10. – 15.05.
  • Bläshühner: 01.10. – 15.01.
  • Feldhasen: 01.10. – 15.01.
  • Dachse: 15.07. – 15.02.

Bekannte Jagdgebiete

Jagen in Tirol bietet viele Vorteile. Neben der beeindruckenden Natur verfügt das Land auch über einen reichen Wildbestand. Das Zusammenspiel beider Faktoren machen einen Jagdurlaub in den Bergen zu einem reizvollen Abenteuer. 

Das Pitztal ist die größte zusammenhängende Gebirgsjagd in Österreich und erstreckt sich von ca. 1300 bis zu 3200 Seehöhe. In dem hochalpinen Revier kommen alle Schalenwildarten vor, insgesamt ist das Gebiet ungefähr 22521 ha groß. 

Die Kitzbühler Alpen beherbergen das Niederkaisergebirge. Hier liegt ein 250 ha großes Jagdgebiet, wo neben Reh- und Rotwild auch Birk- und Auerhahn heimisch sind. Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Gamsjagd. Wanderwege und Steige sind gut erschlossen, trotzdem ist die Jagd auf Gams ein Stück harte Arbeit.

Körperliche und geistige Fitness sind hier Grundvoraussetzung, um auch nur ansatzweise eine gute Abschuss-Gelegenheit der kletterfreudigen Wildtiere im hochalpinen Gelände zu erhalten.


Tipp: Wer in Tirol als Deutscher jagen will, muss möglicherweise eine Jagdhaftpflichtversicherung abschließen!


Vorschriften und notwendige Unterlagen

Zur Ausübung als Jagdgast in Tirol muss man im Besitz eines gültigen Jagdscheines sein. Zum Mitführen eigener Waffen berechtigt der europäische Feuerwaffenpass, welcher stets mitgeführt werden muss.

Eine Jagdgastkarte ist notwendig, um in Tirol die Jagd auszuüben. Viele kommerzielle Anbieter von Jagdurlauben helfen bei der Beantragung der Tiroler Jagdkarte. Eine bestehende Auslands-Jagdhaftpflichtversicherung muss ebenfalls vorliegen. Folgendes darf im Jagdgepäck ebenfalls nicht fehlen:

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