Outdoor-Hygiene: so bleibst Du sauber in der Natur

Sich auf einer Wanderung zu waschen, ist nicht immer einfach. Doch bei starker körperlicher Aktivität schwitzen wir viel. Sehr schnell ist dann der  Moment gekommen, wo es für einen selbst unangenehm und eklig wird.

Du kannst dich aber durchaus während einer Wanderung waschen und sauber bleiben. Allerdings: So komfortabel, wie zu Hause unter der Dusche, wird es nicht. Aber besser als nichts 🙂

Die optimale Möglichkeit wäre es, wenn du dich unterwegs in Bächen oder an einem See waschen könntest. Vielleicht kannst du sogar dein Nachtlager in unmittelbarer Nähe dort aufschlagen.

Hier sind die wichtigsten Tipps, wie du in der Natur sauber und frisch bleiben kannst:

1. An Seen und Bächen waschen

Logischerweise kannst du dich nur dort waschen, wo Wasser vorhanden ist. In der Natur findest du dies in Form von Flüssen, Bächen und Seen vor. Eine Seife darf hier nicht fehlen und gehört zur Grundausstattung. Damit gelingt es dir, schnell und effizient sauber zu werden. Für diesen Zweck eignet sich eine spezielle Campingseife, die nur wenig Platz benötigt und in jeden Rucksack passt.

Diese hat zudem den Vorteil, dass sie sich auch als Spül- und Waschmittel verwenden lässt. Dadurch gelingt dir nicht nur die Körperpflege, sondern du kannst gleichzeitig Wäsche und Geschirr damit reinigen.

 

2. Feuchttücher/Waschtücher

Feuchttücher können beim Camping und Wandern lebensrettend sein. Denn Schweißgeruch ist kein Vergnügen. Die feuchten Tücher schaffen hier Abhilfe.

Klar ist, dass diese Produkte kein richtiges Bad oder eine Dusche ersetzen können. Für die schnelle Reinigung unterwegs sind sie aber perfekt. Wirf die gebrauchten Tücher nicht in die Natur, sondern sammel sie ein und entsorge sie ordnungsgemäß in einem Mülleimer.

 

3. Alkogel/Handdesinfektionsmittel

Eine weitere Möglichkeit, um einen gewissen Hygienestandard beim Campen aufrecht zu erhalten, sind Händedesinfektionsmittel und Gel auf Alkoholbasis. Nach Corona gehören diese Artikel für viele zur Standardausrüstung, nicht nur beim Wandern. Die Mittel entfernen Keime und unangenehme (Schweiß-)Gerüche. Zudem eignen sich Handdesinfektionsmittel und Alkogel hervorragend, um ein Feuer zu entfachen. Kleiner Warnhinweis in beiden Fällen: Weniger ist mehr. Dies gilt zum Lagerfeuer machen ebenso wie für deine Haut.

 

4. Deo

Mit einem guten Deodorant bleibst du während deiner Wanderung nahezu geruchsfrei. Das häufige Waschen entfällt. Wichtig ist, dass das Deo ein Antitranspirant ist, d. h., dass es dem Schweiß “entgegenwirkt” und ihn nicht mit Duftstoffen überdeckt.

Achselhöhlen und Füße sind zwei häufige Stellen, an denen wir anfangen, unangenehm zu riechen. Neben Deo gibt es spezielle Produkte aus der Apotheke, welche diese Hautregionen so gut wie möglich trocken halten. Langfristig heißt das aber keinesfalls, dass du dich nicht mehr waschen musst. Aber zumindest fühlst du dich länger frisch und sauber.

 

5. Socken und Unterwäsche oft wechseln

Wusstest du, dass beim Wandern (oder Camping) die körpernahen Klamotten am ehesten hygienisch vernachlässigt werden? Socken und Unterwäsche sind unmittelbar dem Schweiß ausgesetzt und fangen an, schlecht zu riechen. 

Um dem entgegenzuwirken, solltest du deine Kleidung regelmäßig waschen. Bevorzugt täglich, wenn du  lange Tagesausflüge unternimmst. Ein Tipp: Nimm ausreichend Ersatzstrümpfe und -Unterwäsche mit. Somit kannst du diese öfter wechseln, sowie die nicht benötigten Textilen waschen und trocknen. 

Frische Socken können auch Scheuerstellen an den Füßen vorbeugen. Ein weiterer relevanter, aber oft unterschätzter Punkt ist separate Schlafkleidung.  So bleibt der Schlafsack frisch und der Schweißgeruch im Zelt wird vermieden.

 

6. Verwende funktionale Materialien

Ein absolutes Muss ist, dass du beim Wandern keine Baumwollkleidung tragen solltest. Nutze nur Textilien aus atmungsaktiven Materialien. Baumwolle saugt Schweiß, trocknet aber sehr langsam. Es entstehen sehr schnell unangenehme Gerüche. Das, was du eigentlich vermeiden willst. Beispiele für gute Funktionsmaterialien sind Synthetik- und Merinowolle.

 

7. In den Pausen die Füße und den Schritt lüften

Nutze jede Gelegenheit, um warme Stellen an deinem Körper zu lüften. Am häufigsten schwitzt man an den Füßen, unter den Armen und im Schritt. Achte daher darauf, ausreichend Belüftung unter den Armen zu haben, den Hosenschlitz zu öffnen und die Schuhe und Socken auszuziehen. Die passenden Gelegenheiten dafür hast du zum Beispiel bei Essenspausen.

Wäsche waschen beim Wandern

Bei einer langen Wanderung muss viel in den Rucksack passen, aber man möchte auch das Gewicht bei langen Strecken gering halten. Es ist eine schwierige Kombination, wenn man sauber bleiben und gleichzeitig frische Kleidung haben will.

Der Preis dafür ist oft, dass wir unsere Kleidung beim Wandern waschen müssen. Es gibt gute Campingseifen/Handwaschmittel, um dich selbst, deine Kleidung und das Geschirr zu reinigen. Diese Produkte sind vielseitig und sparen Platz und Gewicht im Reisegepäck.

Am einfachsten ist es, die Kleidung in der Nähe von natürlichen Wasserquellen wie Seen und Bächen zu waschen.

1. Seife zum Wandern

Wie bereits erwähnt, gibt es gute Campingseifen mit All-in-One-Funktionen. Diese erhältst du im Internet oder im gut sortierten Fachhandel für Campingbedarf.

2. Waschmittel für Unterwegs

Normales Waschmittel auf einer Wanderung mitzuschleppen ist weder praktisch noch gut für die Natur oder deine Hände. Hier kommen All-in-One-Seifen ins Spiel. Die Inhaltsstoffe sind weniger aggressiv als herkömmliche Haushaltsprodukte. 

 

Gewisse Bedürfnisse in der Natur erfüllen

Über kurz oder lang wird der Ruf der Natur erklingen und du musst auf die Toilette. Viele Leute denken, dass sich das unangenehm anfühlen kann, aber dieses Gefühl verfliegt schnell. 

1. Der Gang zur Toilette in der Natur

Sei vorbereitet, wenn das große Geschäft ansteht. Ein Klappspaten oder eine kleine Schaufel sind in diesem Fall äußerst hilfreich. Grabe vorher eine kleine Grube, welche du im Anschluss wieder zuschüttest. Wenn das nicht möglich ist, wähle eine unauffällige Bodenkuhle und bedecke diese danach mit Erde, Ästen und kleinen Zweigen. Damit verhinderst du, dass jemand anderes hineinlaufen kann. Zudem gibt es nichts unangenehmeres, als in stark frequentierten Gebieten alle 3 Meter über menschliche Hinterlassenschaften zu stolpern.  

2. Die Sache mit dem Klopapier

Toilettenpapier ist für viele von uns unverzichtbar. In der Natur dauert es aber lange, ehe es verrottet. Vergiss deswegen nicht, dein benutztes Papier mitzunehmen oder es zumindest zu verbrennen. Dabei versteht sich von selbst, dass dieser Schritt natürlich nicht bei Waldbrandgefahr gemacht wird. 

Eine etwas teure Alternative ist biologisch abbaubares Papier. Dieses  vergräbst du zusammen mit dem Rest, wo es sich auf natürliche Art zersetzt.  

 

Häufig gestellte Fragen zur Hygiene bei Wanderungen

 

Darf man Toilettenpapier in die Wildnis werfen?

Nein, man sollte kein Toilettenpapier in die Wildnis werfen. Nimm es mit, verbrenne oder vergrabe es, wenn es biologisch abbaubar ist.

Kann ich normales Waschmittel verwenden?

Nein! Produkte aus dem Haushalt, egal ob es sich um Seife, Spülmittel oder Waschpulver handelt, haben in der Natur nichts verloren. Oft sind Zusätze enthalten, welche den Boden und das Wasser stark belasten. Greif auf spezielle Artikel aus dem Fachhandel zurück, welche extra dafür entwickelt wurden.

Kann ich das Wasser aus dem Fluss, See oder Bach auch trinken?

Selbst wenn es optisch vielleicht nicht den Anschein macht, so sind Gewässer in der freien Natur doch fast alle verschmutzt. Wenn nicht durch menschliches Zutun, so doch durch tierische Exkremente. Wenn du nicht gerade vorhast, im Akkord und mit Bauchschmerzen Löcher in den Wald zu graben (für den Toilettengang), solltest du das Wasser vorher abkochen oder zumindest vorher filtern. 

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