Blackout Vorsorge Liste

Es gibt viele Faktoren, die über deine Sicherheit und den Komfort während eines Stromausfalls entscheiden. Dazu gehört die Ursache des Blackouts und seine voraussichtliche Dauer. Auch die Jahreszeit, das Klima in deiner Region, sowie alle besonderen Umstände, welche auf dich zutreffen könnten, spielen eine Rolle. Wichtig ist zuerst, dass du auf den Krisenfall vorbereitet bist, noch bevor dieser eintritt.

Doch wie bereitest du dich auf einen Stromausfall vor? Da sich schwer vorhersagen lässt, was der Auslöser sein könnte oder wie lang er dauern wird, solltest du die wichtigsten Vorkehrungen treffen. Wenn du zum Beispiel damit rechnest, zu jeder Jahreszeit für eine Woche oder länger keinen Strom zu haben, solltest du mehr als genügend Vorräte und Ausrüstung daheim haben.

Ein abendlicher Stromausfall, weil etwa ein Auto gegen einen Strommast geprallt ist, ist für die meisten von uns nicht mehr als eine Unannehmlichkeit. Aber was wäre, wenn dein Haus aufgrund eines schwerwiegenden Problems über mehrere Tage hinweg nicht mit Energie versorgt wird? Was wäre, wenn die Temperatur währenddessen 40 °C beträgt? Oder aber im Winter, wenn draußen -30 °C herrschen? Es ist wichtig, dich auf alle Eventualitäten vorzubereiten und das richtige Verhalten für den Krisenfall zu kennen. Lies diesen kleinen Blackout Ratgeber, um mehr darüber zu erfahren.


1. Vorsorge treffen

Eine Notfallausrüstung ist unverzichtbar. Sie ist nicht nur bei einem Blackout nützlich, sondern kann auch in vielen anderen Krisensituationen lebensrettend sein. Diese Kits enthalten u.a. alle notwendigen Utensilien, um dich mit Strom und sauberen Wasser zu versorgen.

Stelle ein Notfallset zusammen, die für alle Familienmitglieder bzw. Mitbewohner geeignet ist. Packe zudem Survivaltaschen zusammen, falls eine Evakuierung erforderlich sein wird.


2. Bleibe informiert

Bei Stromausfällen und dem Chaos, welches damit einhergehen könnte, senden Radiosender und Notfunkkanäle wichtige Sicherheitsinformationen und aktuelle Nachrichten. Vergewissere dich bereits vorher, welche Sender in deinem Gebiet empfangbar sind und halte ein batteriebetriebenes Radio oder ein Handkurbelgerät (Test der besten Geräte hier) daheim griffbereit.


3. Besorge dir eine Stromquelle

Es ist immer eine gute Idee, in einen Generator zu investieren. Er dient als Notstromquelle für dein Haus. Überlege dir aber zuerst, welche Größe du benötigst. Wie viele deiner Geräte soll der Generator mit Strom versorgen? Achte darauf, dass du einen wählst, der eine etwas größere Kapazität hat, als du eigentlich bräuchtest. Somit hast du im Ernstfall etwas Reserve. Die Modelle variieren. Es gibt kleine, mobile Generatoren und solche, die fest in deinem Haus montiert werden.

Wenn du einen Generator kaufst, der dein komplettes Haus mit Strom versorgt, lasse ihn professionell installieren. Denn einige Produkte arbeiten mit Erdgas, das in Laienhänden gefährlich ist. Für eine derartige Installation ist die Hilfe eines zugelassenen Fachmannes dringend erforderlich. In einigen Region ist die Selbstmontage sogar illegal.

Benutze den Generator niemals in geschlossenen Innenräumen, sondern ausschließlich im Freien. Denn dadurch steigt das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung extrem an. Jedes Jahr sterben viele Menschen an einer CO2-Vergiftung, welche durch unsachgemäß betriebene Stromaggregate verursacht wurden. Tausend weitere landen im Krankenhaus. Mach dich mit den Symptomen einer CO2-Vergiftung vertraut und bring spezielle Warnmelder in den bewohnten Zimmern an. Es könnte dein und das Leben deiner Mitbewohner retten.


4. Die Anschaffung einer Lichtquelle

Natürlich ist es wichtig, dass du gerade in der Anfangsphase eines Stromausfalls leichten Zugang zu Taschenlampen hast. Verstaue diese an verschiedenen und leicht zugänglichen Stellen im Haus. So hast du bei Bedarf immer eine zur Hand, wenn du sie brauchst. Allerdings stellt sich die Frage, ob du wirklich mehrere Nächte hintereinander nur mit dem Licht einer Taschenlampe auskommen willst?

Bei der Zusammenstellung deiner Notfallausrüstung stehen dir eine ganze Reihe von Optionen zur Verfügung. Wenn es um so etwas Wichtiges wie Licht geht, ist es eine gute Idee, wenn du mehrere Möglichkeiten zur Verfügung hast und diese in dein Set integrierst.

Manche Leute sind von der Ideen angetan, bei einem Stromausfall ausschließlich Kerzen zu verwenden. Denn sie sind preiswert und lassen sich ewig lange lagern. Aber Kerzen bieten nicht viel Licht im Vergleich zu einer batteriebetriebenen Laterne oder LED-Leuchten. Lasse dich von der Auswahl möglicher Beleuchtungsquellen für das Blackout-Kit von praktischen Erwägungen leiten. So könntest du beispielsweise auch auf Solar-Lichter aus dem Garten zurückgreifen. Ihre Helligkeit reicht zumindest zur Orientierung in der Dunkelheit aus.

Vergiss auch nicht, eventuell notwendige Zusatzgegenstände, die für den Betrieb der Lichter benötigt werden, mit einzupacken. Wenn du auf Kerzen angewiesen bist, brauchst du Streichhölzer oder ein Feuerzeug. Batteriebetriebene Lichtquellen benötigen jede Menge Ersatzakkus oder Batterien.


5. Bevorrate dich mit Batterien

Prüfe zuerst, welche Art von Batterien deine Taschenlampe, das Radio und dein Funkgerät benötigen. Halte stets zusätzliche Batterien in der Nähe dieser Geräte bereit. Bewahre sie an leicht zugänglichen Orten auf und stelle sicher, dass der Vorrat für einige Zeit reicht. Es ist empfehlenswert, genügend Batterien für einen zweimaligen Wechsel vorrätig zu haben.

Überlege, ob du anstelle von Akkus nicht auch solarbetriebene Geräte im Haushalt verwenden könntest. Dein Handy beispielsweise kannst du mittels eines Solarladegeräts mit Energie versorgen. An sonnigen Tagen steht dir diese Art der Energie nahezu unbegrenzt zur Verfügung.


6. Lebensmittel lagern

Lege dir einen guten Vorrat an nicht verderblichen Lebensmitteln an. So sind zum Beispiel Konserven und gefriergetrocknete Mahlzeiten optimal geeignet. Auch Reis und andere Hülsenfrüchte gehören in jeden Vorratsschrank. Denke an die Größe deiner Familie und vergiss auch die Haustiere nicht. Für jede Person bzw. jedes Tier sollte der Nahrungsmittelvorrat mindestens 3 Tage reichen. Spezielle Behälter helfen dir bei der Lagerung und halten Schädlinge fern. Zur Sicherheit ist ein Wochenvorrat empfehlenswert, da Stromausfälle, besonders bei Naturkatastrophen, auch von langer Dauer sein könnten.

Nutze deine Kühl- und Gefriergeräte sinnvoll. Ein Kühlschrank ohne Strom hält Lebensmittel für mindesten 24 h kühl. Der Inhalt eines vollen Gefrierschranks fängt erst nach etwa 48 Stunden an zu tauen. Du kannst diese Zeit verlängern, indem du die Geräte nicht öffnest.


7. Wasservorräte anlegen

Wenn der Strom ausfällt, kann auch die Wasserversorgung beeinträchtigt sein. Bereite dich darauf vor, indem du einen Trinkwasservorrat für 3 Tage pro Person im Haus aufbewahrst. Dies sollte mindestens 4 Liter Wasser pro Kopf und Tag betragen. Auch hier gilt, dass ein Wochenvorrat besser ist.

Unter Umständen kann es einige Zeit in Anspruch nehmen, ehe die Infrastruktur – und auch die Wasserversorgung – nach einem Stromausfall wieder einwandfrei funktionieren. Da ist es besser, mehr Vorräte auf Lager zu haben, als im Endeffekt benötigt werden. Solltest du eine Aversion gegen PET bzw. Kunststoffbehälter haben, so kannst du die Flüssigkeit auch in speziell dafür geeigneten Metall- oder Glasgefäßen aufbewahren.

Halte zusätzlich Wasser zum Waschen und Spülen bereit. Wappne dich für jede Notsituation. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass bei einem Stromausfall die kommunale Wasserversorgung über einen längeren Zeitraum hinweg ausfällt. Triff auch Vorsorge, wenn du über einen Brunnen mit einer elektrischen Pumpe verfügst.


8. Gas und Holz zum Kochen verwenden

Wenn dein Haus über einen Gas- oder Holzherd verfügt, so hast du bei einem Blackout Glück. Denn dann kannst du weiterhin kochen, ohne auf Strom angewiesen zu sein. Viele Haushalte haben jedoch mittlerweile Elektroherde, die nicht einfach oder günstig zu ersetzen sind. Eine einfache Möglichkeit, während eines Stromausfalls einen funktionierenden Herd zu haben, ist die Anschaffung eines gasbetriebenen Grills bzw. einer Herdplatte.

Achte darauf, dass du den Grill nur im Freien nutzt, um eine Kohlenmonoxidvergiftung zu vermeiden. Da es während einer Krise definitiv im Handel zu einem Ansturm auf das Gas kommen wird, solltest du den Tank mindestens halbvoll haben. Oder zumindest Reservekartuschen parat halten. Gleiches gilt für Holzvorräte. Überprüfe diese regelmäßig und kaufe bei Bedarf zügig nach, sodass es erst gar nicht zu einem Engpass in deinen Vorräten kommt.


9. Den Autotank voll halten

In einer Krisensituation könnte das Benzin knapp werden. Es ist deswegen eine sinnvolle Idee, den Tank des eigenen Fahrzeugs voll zu halten, falls eine Evakuierung erforderlich ist. Du solltest in der Lage sein, 200 bis 300 km weit zu fahren, ohne Tanken zu müssen.

Um dein Auto für die lange Fahrt vorzubereiten, ist eine halbe Tankfüllung sinnvoll. Es ist überhaupt nicht lästig oder finanziell belastend, wenn du dies zur Routine machst. Tanke auf jeden Fall, wenn eine Unwetterwarnung vorliegt oder massiver Schneefall vorhergesagt ist. In einigen Gegenden ist dies ein zuverlässiger Garant für Stromausfälle.


10. Denk an die Kommunikation

Wenn du dein Haus, dein Grundstück und auch die Nachbarschaft nach der möglichen Ursache eines Stromausfalls untersucht hast, brauchst du eine Möglichkeit, um mit der Außenwelt zu kommunizieren. So kannst du herausfinden, was los ist. Sollte ein Notstromgenerator vorhanden sein, so könntest du den Fernseher einschalten und die Lokalnachrichten verfolgen. Ist das nicht möglich, gibt es einige andere Dinge, die du tun kannst, um zu helfen.

  • Ein batteriebetriebenes Radio mit einem Vorrat an Ersatzbatterien ist eine gute Idee für dein Blackout-Kit. Vielleicht solltest du auch ein Modell mit Handkurbel in Betracht ziehen. So musst du dir keine Sorgen machen, dass die Batterien auslaufen. Was leider keine Seltenheit ist. Wenn ein größerer Stromausfall vorliegt, sodass er Nachrichtenwert hat, könnten auch die lokalen Radiosender darüber berichten. Schalte das Radio ein und informiere dich über die aktuellen Ereignisse.
  • Es ist ratsam, bei den Mobiltelefonen immer einen vollen Akkustand zu haben. Halte für den Notfall Ladegeräte bereit. Handys sind unerlässlich, wenn du dich bei Familienmitgliedern melden musst, die nicht Zuhause sind. Mit Smartphones kannst du auch im Internet surfen und versuchen, mehr Informationen über die Ursache und Dauer des Stromausfalls zu erhalten. Rechne allerdings damit, dass es zu einer Überlastung des Mobilfunkfunknetzes kommt und auch die mobile Internetverbindung davon betroffen ist.
  • Wesentlich zuverlässiger und unabhängiger funktionieren Funkgeräte. Du könntest es dir zur Aufgabe machen, eine Funkamateurlizenz zu erwerben und daheim das notwendige Equipment aufzustellen. Damit kannst du über weite Entfernungen mit Menschen kommunizieren und bei Bedarf auch einen Notruf absetzen. Selbst, wenn weder Handy noch Internet oder Telefon funktionieren.


11. Vorkehrungen für Heizung und Klimatisierung

Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie du deine vier Wände heizen oder kühlen willst, wenn der Strom ausfällt und die Möglichkeiten dafür begrenzt sind. Wenn du in einer Region lebst, wo die Temperaturen extrem sind, musst du vorausschauend planen. Um auf alles vorbereitet zu sein, unabhängig von der Jahreszeit.

Der Schutz vor extremer Hitze oder Kälte kann besonders dann wichtig sein, wenn sehr alte oder junge Menschen in deinem Haus leben. Auch bei einigen Krankheiten können extreme Temperaturschwankungen gefährlich sein.

Wenn dein Haus mit Gas oder Holz beheizt wird, solltest du keine Probleme haben. Sofern dir der Brennstoff nicht ausgeht. Du kannst dich im Zwiebelschalen-Prinzip kleiden und unter Decken einkuscheln. So überstehst du auch kältere Winternächte ohne Strom. Vergiss jedoch nicht, die Wasserhähne laufen zu lassen bzw. komplett abzudrehen, sodass die Rohre nicht einfrieren können.

Das Kühlen von Wohnräumen gestaltet sich ein wenig schwieriger. Ohne zentrale Klimaanlage oder Ventilatoren kann der Schutz vor extremer Hitze bei einem Stromausfall zu einer richtigen Herausforderung werden. Achte darauf, dass du und deine Familie ausreichend Flüssigkeit zu euch nehmt. Zusätzlich solltet ihr Fenster und Türen abdecken, wenn die Sonne direkt in den Raum scheint. Gelüftet wird nur Abends, wenn die Temperaturen im Freien sinken.


12. Besorge dir einen Erste-Hilfe-Kasten

Ein medizinisches Notfallkit ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Krisen-Ausrüstung. Denke daran, dass dein Blackout-Set dich auf den schlimmsten Fall vorbereiten soll.

Dein Erste-Hilfe-Kasten muss mindestens einen Artikel enthalten, mit dem du Blutungen stillen und kleinere Schnitt- oder Schürfwunden reinigen und verbinden kannst. Außerdem sind Schmerz- und Entzündungshemmer ebenso wichtig wie ein Augenspülset.

Abhängig von deinen Kenntnissen und Fähigkeiten in Erster Hilfe kann es sich lohnen, ein umfangreicheres Set zusammenzustellen. Alles ist besser als nichts und jeder Gegenstand, mit dem du die häufigsten Verletzungen behandeln kannst, ist gut genug.

Wenn du oder ein Familienmitglied auf gekühlte Medikamente oder elektronische Geräte angewiesen bist, solltest du dir für einen Stromausfall einen Notfallplan zurechtlegen. Denke an eine Stromversorgung für diese wichtigen, medizinischen Geräte bzw. an die Reservekühlung für die Arzneimittel.


13. Halte Bargeld bereit

Ein großflächiger Stromausfall wirkt sich auch auf die Infrastruktur aus. Die Kühl- und Kassensysteme von vielen Geschäften werden in diesem Fall vermutlich nicht mehr funktionieren. Sofern sie nicht über Notstromaggregate verfügen. Wenn du dennoch Glück haben solltest und einen offenen Laden findest, wirst du dort nur mit Bargeld zahlen können. Es ist deswegen optimal, über genügend Bargeldreserven daheim zu verfügen. Dies gilt auch für den Fall einer Evakuierung. Du wirst nicht die Zeit haben, einen funktionierenden Geldautomaten zu finden.


Sicherheitstipps für die Zeit nach einem Stromausfall

  • Halte zu Stromleitungen einen Mindestabstand von 10 Metern ein. Berühre keine herabhängenden Kabel und informiere den Notruf.
  • Vermeide Stromschläge in Überschwemmungsgebieten. Begib dich nicht in überschwemmte Bereiche und benutze hier auch keine elektrischen oder elektronischen Geräte, die nass geworden sein könnten. Bevor du den Strom wieder aktivierst, lass die Leitungen von einem Fachmann überprüfen. Dieser Rat gilt übrigens auch oder gerade für überflutete Keller. Viele Personen verunglücken jährlich in überschwemmten Häusern. Nicht etwa, weil sie vom Wasser überrascht werden, sondern durch einen Stromschlag.
  • Im Zweifelsfall wirf alles weg. Entsorge auch Lebensmittel, die 40 °C oder wärmer sind. Besonders, wenn es sich um Milch- oder Fleischprodukte handelt. Frage deinen Arzt, ob du ungekühlte Medikamente weiter verwenden kannst.
  • Verhindere eine Kohlenmonoxidvergiftung, indem du Generatoren, Campingkocher und Holzkohlegrills nur im Freien betreibst, fernab von geöffneten Fenster bzw. Türen.

Fazit

Bei einem Stromausfall können einige der Dinge, die wir für selbstverständlich halten, wegfallen, z. B. Telefon, Strom und Wasser. Straßen können blockiert sein, Geschäfte müssen möglicherweise schließen und Tankstellen können außer Betrieb sein. Es ist wichtig, diese Überlegungen bei der Planung zu berücksichtigen, um die Sicherheit der Familie zu gewährleisten.

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