Reis richtig lagern – Tipps für Prepper

Die langfristige Lagerung von Lebensmitteln ist das Einmaleins der Vorbereitung auf einen Krisenfall. Reis gehört, ebenso wie Bohnen, zu den Grundnahrungsmitteln und sollte in keiner Prepper-Vorratskammer fehlen. Das Getreide ist dabei speziell auch für Anfänger in der Materie “Bevorratung” geeignet. Zum einen ist es nicht teuer in der Anschaffung. Zum anderen ist es nahrhaft und lässt sich universell verwenden. Ob als alleiniges Nahrungsmittel oder aber als Beilage zu diversen Gerichten. 

 

Die richtige Lagerung für eine lange Haltbarkeit

 

1. Größere Mengen zur Krisenvorsorge kaufen

Die einfachste Art, um Reis zu lagern, ist der Kauf von professionell versiegelten Gebinden. Lebensmittelechte Eimer sind beispielsweise ideal, um das Getreide langfristig aufzubewahren. Zudem lassen sich die Kübel gut stapeln und nehmen wenig Platz in der Vorratskammer ein. 

Einige Sorten sind 30 Jahre haltbar. Brauner Reis ist nahrhaft, seine Haltbarkeit ist allerdings verkürzt. Richtig gelagert, hält weißer Reis etwa 4 bis 5 Jahre.

Hole dir nur die Sorten, die du und deine Familie auch im Alltag essen. Alles andere ist prädestiniert dazu, als Erbe für deine Enkel zu enden. Optimal ist ein zirkulierender Vorrat. Das bedeutet, dass du den Inhalt deiner Vorratskammer regelmäßig verbrauchst und durch frische Ware wieder ersetzt. Damit verhinderst du, dass die eingelagerten Vorräte alt werden und vergammeln.

 

2. Richtige Behältnisse wählen

Zur Lagerung loser, trockener Lebensmittel gibt es kaum etwas geeigneteres als lebensmittelechte Gefäße. Der Inhalt wird luftdicht verschlossen und es gelangt keine Feuchtigkeit oder Schädlinge hinein. Für kleinere Mengen solltest du einen kleineren Glas-, Plastik- oder Metallbehälter wählen. 

Verzichte auf Kunststoffbeutel und fülle den gekauften Reis um. Das Material verkürzt die Haltbarkeit, zudem können sich Nagetiere leicht durch Plastik fressen, was den Reis für den menschlichen Verzehr ungenießbar macht. Außerdem lockt der verführerische Geruch weitere Tiere und Insekten an, mit denen du sicherlich nicht deine Vorräte teilen möchtest.

Hin und wieder stolpert man im Internet über den Tipp, Reis (oder auch andere Lebensmittel) in PET-Flaschen aufzubewahren. Dieser Ratschlag ist schlecht, was aber nicht an der zu kleinen Füllöffnung liegt. Vielmehr steht die Tatsache im Vordergrund, dass sich PET-Flaschen im Privathaushalt nur unzureichend sterilisieren lassen. Es besteht die Gefahr, dass du durch Rückstände krank wirst. 

Verzichte auf die Verwendung gebrauchter, lebensmittelechter Behälter aus 3. Hand. Denn du weißt nie, was damit gemacht wurde. Betriebe zum Beispiel integrieren die leeren Eimer oft in ihre Putzutensilien und füllen Chemikalien zur Reinigung der Böden ein. Du kannst nie zu 100 % sagen, welcher Inhalt in den Gefäßen war und selbst der lebensmittelechte Kunststoff lässt sich nicht einwandfrei desinfizieren. Wenn du deine Vorräte in recycelten Behältern aufbewahren willst, fülle sie erst in Kunststoffsäcke um. So kommen die Lebensmittel gar nicht erst in Kontakt mit dem Eimermaterial. 

 

3. Schädlinge fernhalten

Schadhafte Insekten und Tiere sind der Albtraum eines jeden Preppers. Denn sind sie erst einmal in der Speise- bzw. Vorratskammer gelandet, wird man sie nur schwer los. Mit den richtigen Lagerbehältern kannst du deine Vorräte schützen. Sorge aber auch sonst dafür, dass die unliebsamen Untermieter erst gar nicht an Reis und Co. gelangen können. Zum Beispiel erreichst du das durch das Anbringen von Fliegengittern an den Fenstern.

Fülle frisch gekaufte Lebensmittel sofort um, um Motten rechtzeitig zu erkennen. Entsorge die befallenen Produkte bei Bedarf. Mäuse und Ratten kannst du fernhalten, indem du die Lebensmittel in luftdichte Gefäße verpackst und die Räumlichkeiten immer sofort verschließt. Sollten die Nager bereits vorhanden sein, kannst du ihnen mit Fallen zu Leibe rücken. Verzichte auf die Verwendung von Gift. Das hat in der Nähe deiner Lebensmittel-Vorräte nichts verloren. Auch Haustiere, wie etwa Katzen und kleine Hunde, können zuverlässig dazu beitragen, dass die kleinen Säugetiere ein unbequemes Leben bei dir führen. Und mit etwas Glück sogar komplett verschwinden.

 

4. Reis kochen

Der Vorteil an Reis ist, dass du mit der gelagerten Menge das doppelte Volumen rausbekommst. Denn das Verhältnis beim Kochen beträgt 1 Tasse Reis zu zwei Tassen Wasser. Allerdings ist die Zubereitung energieintensiv, weil sie etwa 20 Minuten in Anspruch nimmt. 

Ein wichtiger Tipp: Spüle Reis nicht ab. Das ist nicht zwingend notwendig und entzieht auch Nährstoffe. Beraube deinen Körper keinesfalls dieser wichtigen Mineralstoffe und Elektrolyte und verzichte auf diesen Schritt. 

Das grundlegende Rezept zur Zubereitung ist einfach:

  • Bringe zwei Tassen Wasser mit einer Messerspitze Salz zum Kochen. Gib eine Tasse Reis hinzu und rühre das Ganze um, bis der Topfinhalt wieder vollständig kocht. 
  • Schalte den Herd aus, lege einen Deckel auf den Topf und warte etwa 20 Minuten, damit der Reis das Wasser komplett aufsaugen kann.
  • Wenn der Reis gar ist, mit einer Gabel auflockern.
  • Füge Butter oder dein Lieblingsfleisch bzw. -Gemüse hinzu.

 

Insekteneier abtöten

Es ist keineswegs ungewöhnlich, dass Reis und viele andere Getreidearten Eier von Wanzen enthalten. Lagere Lebensmittel erst dann langfristig ein, wenn du sicher bist, dass diese Eier abgetötet wurden. Es gibt zwei Methoden dafür.

Friere Reis für etwa 3 Tage lang ein. Dadurch werden nicht nur die Insekteneier, sondern auch Puppen, Larven und ausgewachsene Exemplare getötet. 

Die Alternative: Verschließe den Reis hermetisch und lege einen Sauerstoffabsorber mit in den Behälter. Wanzen und Co. werden zuverlässig getötet und du kannst das Getreide jahrelang lagern. Ohne es vorher einfrieren zu müssen. Auch das Vakuumieren in speziellen Folien hat sich bewährt. 

 

Ist jede Sorte für die Langzeitlagerung geeignet?

Die Reissorten unterscheiden sich in Bezug auf ihre Haltbarkeit. Einige sind länger haltbar, wie weißer Reis beispielsweise. Die braune Variante ist wesentlich kurzlebiger. Das liegt an der Schale, die mit natürlichen Ölen gefüllt ist. Diese neigen dazu, nach etwa 18 Monaten zu verderben und ranzig zu schmecken. Unabhängig von der Art der Lagerung. Im Vergleich dazu hält sich Wildreis wesentlich länger in deiner Vorratskammer.

 

Wie lange hält sich das Getreide?

Die Haltbarkeit der verschiedenen Reissorten ist unterschiedlich, wobei weißer Reis länger haltbar ist als andere Sorten. Weiße Varianten, wie Basmati, Arborio, Jasmin und Langkorn sind am längsten haltbar, wenn sie richtig gelagert werden. In einem sauerstofffreien Behälter oder in der Tiefkühltruhe können diese Sorten 30 Jahre und in der Originalverpackung fünf Jahre lang haltbar sein. 

Brauner und violetter/schwarzer Reis halten sich dagegen eineinhalb Jahre im Gefrierschrank oder in einem sauerstofffreien Behälter. In der Originalverpackung sind sie etwa 6 Monate haltbar. 

Eine weitere Reissorte, die sich ideal für die Langzeitlagerung eignet, ist Wildreis. In der Tiefkühltruhe oder in einem sauerstofffreien Behälter kann diese Reissorte über 30 Jahre haltbar sein. 

Interessanterweise ist Wildreis auch die einzige Reissorte, die in der Originalverpackung über ein Jahrzehnt haltbar ist.

 

Wieviel Reis lagern Prepper für einen Jahresvorrat ein?

Müsste eine Person sich 365 Tage nur von Reis ernähren, so wären das etwa 110 kg. Natürlich sollte eine gut sortierte Vorratskammer nicht nur aus weißem Reis als Grundnahrungsmittel bestehen. Kalkuliere zusätzlich Nudeln, Weizen und Haferflocken mit ein. Auch hier solltest du auf eine fachgerechte Vorratshaltung achten, um die Lebensmittel möglichst lange haltbar zu machen.

Weitere Artikel zum Thema