So bereiten sich Prepper auf einen Stromausfall vor – 11 wichtige Tipps

Ein Stromausfall ist mehr als eine Unannehmlichkeit. Es schränkt deinen Alltag ein und kann bei elektronischen Geräten zu teuren Reparaturen führen. Einige Menschen, im Volksmund auch als Prepper bekannt, bereiten sich auf derartige Krisen vor. Keine Bange: Es ist keine Raketenwissenschaft und du musst weder in einer abgelegenen Waldhütte wohnen noch Millionär sein, um ebenfalls Vorsorge zu betreiben.

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Die folgenden Tipps helfen dir dabei, dich und deinen Geldbeutel zu schützen und einigen Komfort bei einem Blackout aufrechtzuerhalten. 

 

1. Vorbereiten auf Überspannungen

Dieses Thema wird gerne unterschätzt. Wenn die Versorgungsunternehmen an der Wiederaufnahme der Stromversorgung arbeiten, kann es zu Spannungsschwankungen kommen. Sensible Geräte könnten dabei die Elektronik zerstören. Aus diesem Grund solltest du überall den Stecker ziehen. Lass ein Licht an, damit du weißt, wann du wieder Strom hast. 

Wusstest du, dass du auch elektrische Garagentore händisch öffnen kannst? Trenne die Mechanik vom Netz und betätige das Tor manuell. 

 

2. Kohlenmonoxid, die unterschätzte Gefahr

Kohlenmonoxid ist ein farbloses, geruchloses Gas, das immer dann entsteht, wenn etwas brennt. Jährlich sterben viele Menschen an einer Vergiftung. Es ist nur zu verlockend, bei einem Stromausfall die Kerzen aus der Schublade zu holen und bei Dunkelheit damit für Licht zu sorgen. Das ist nicht verwerflich, jedoch solltest du auf eine ausreichende Belüftung achten. Öffne regelmäßig das Fenster, damit Frischluft in den Raum gelangen kann. 

Zünde unter keinen Umständen eine Kerze oder Öllampe an, wenn die Möglichkeit eines Gaslecks in deiner Nähe besteht. Auch sogenannte Kohlenmonoxiddetektoren können Leben retten. Übrigens: Eine Gefahr geht auch von “Teelichtöfen” aus, die zunehmend an Beliebtheit gewinnen. 

 

3. Solarleuchten bringen Licht ins Dunkel

Kerzen sind für viele Menschen das erste Mittel zur Wahl, um im Falle eines Stromausfalls für Licht zu sorgen. Jedoch besteht immer die Gefahr, dass ein Brand ausbricht oder eine Kohlenmonoxidvergiftung auftritt. Mit Outdoor Solarleuchten kannst du dem vorbeugen und dennoch deine vier Wände nachts beleuchten. Vergiss nicht, die Lampen tagsüber im Freien aufzuladen. 

 

4. Weitere Beleuchtungsmöglichkeiten

Taschenlampen sind unverzichtbare Utensilien und du solltest in jedem Raum eine für den Notfall aufbewahren. Halte auch Batterien in ausreichender Menge bereit. Zusätzlich können Solar- oder Kurbel-Taschenlampen nützlich sein.

 

5. Gefrierschrank geschlossen halten

In den meisten Gefrierschränken bleiben Lebensmittel für ein bis drei Tage gefroren. Einige weitere Tage wird sich die Temperatur im Inneren um etwa 4 °C bewegen. Um den Inhalt zu schützen, solltest du die Tür des Geräts nicht öffnen. Vergiss aber nicht, die Lebensmittel zügig zu verbrauchen, sobald der Stromausfall vorbei ist. 

 

6. Badewanne füllen

Sobald die Lichter ausgehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die Wasserversorgung zusammenbricht. Sofern du die Chance hast, fülle Wasser in alle vorhandenen Behältnisse, wie etwa Schüsseln, Waschbecken, Eimer und Badewannen. Für Brauchwasser kannst du, sofern vorhanden, auf Regenwasser aus der Tonne zurückgreifen. 

 

7. Rechtzeitig für einen Wasservorrat sorgen

Pro Person und Tag raten Experten, 2 bis 3 Liter Trinkwasser einzuplanen. Mit deinem Vorrat sollten du und deine Familie mindestens 10 Tage über die Runden kommen. Besorge dir zudem einen tragbaren Wasserfilter, mit dem du die Flüssigkeit aus Bächen, Flüssen und Tümpeln genießbar machen kannst. 

 

8. Kein Risiko eingehen

Stromausfälle stellen in vielerlei Hinsicht eine Gefahr dar. Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die medizinische Versorgung im Notfall. Das Telefonnetz dürfte im Krisenfall ausgefallen oder überlastet sein. Es ist schwierig, im Ernstfall an fachmännische Hilfe zu gelangen. Risiken stellen zum Beispiel Unfälle in der Dunkelheit dar. Oder aber du verletzt dich beim Holzsägen. Lege dir einen ausreichenden Vorrat an Materialien für derartige Fälle an. Dazu gehören herkömmliche Dinge, um kleine und große Wunden zu versorgen. Aber auch Medikamente sind unverzichtbar. Um deren Haltbarkeit zu verlängern, solltest du diese an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. 

Denk auch dran, häufig benötigte Arzneimittel in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben. Denn auch einige Zeit nach einem längeren Stromausfall kann es dauern, ehe diese wieder in der Apotheke erhältlich sind. 

Es ist übrigens auch nützlich, die eigenen Kenntnisse über Erste-Hilfe-Maßnahmen aufzufrischen oder sogar zu vertiefen. Unter Umständen kann dies lebensrettend sein. Wie immer gilt: Vorbeugen ist besser als Nachsorgen. Gehe kein unnötiges Risiko ein, um Verletzungen während eines Stromausfalls bzw. in der Krisensituation zu vermeiden.

 

9. Kochmöglichkeiten schaffen

Es gibt diverse Methoden, mit denen du auch ohne Strom nicht auf warmes Essen verzichten musst. Eine Variante besteht darin, einen kleinen Gas- oder Multikocher zu verwenden. Wenn der Platz ausreicht, kannst du auch einen Holzkohlegrill im Garten verwenden. Sorge dafür, dass in jedem Fall Gas bzw. Holz in ausreichender Menge vorhanden ist. In geschlossenen Räumen solltest du kein Feuer machen. 

 

10. Nahrungsmittel sinnvoll einlagern

Du könntest jetzt natürlich sofort losziehen und auf gut Glück einen Monatsvorrat an Trockennahrung und Fertiggerichten kaufen. Nur um dann im Krisenfall festzustellen, dass weder du noch der Rest deiner Familie diese Produkte mag. Vielleicht hast du aber auch Glück und wirst deinen Vorrat jahrelang nicht benötigen. Wenn aber der Zeitpunkt gekommen ist, könnte vieles bereits verdorben sein. Selbst Konserven können ungenießbar werden.

Sinnvoller als einen “toten” Vorrat zu beschaffen, ist das Rotationsprinzip. In diesem Fall werden die Produkte regelmäßig genutzt und sofort wieder  in ausreichender Menge ergänzt. Die Lebensmittel haben gar keine Gelegenheit, Staub anzusetzen oder andere unappetitliche Formen anzunehmen. Diverse Trockenprodukte, wie etwa Nudeln, Reis und Hülsenfrüchte, kannst du in Schraubgläsern aufbewahren. Somit beugst du einer potenziellen Gefährdung durch Schädlinge oder Feuchtigkeit vor. Hole nur Zutaten, die du und deine Angehörigen wirklich mögen und essen. 

 

11. Notfallnummern parat legen

Wichtige Adressen, Telefonnummern und Informationen solltest du immer griffbereit zur Hand haben. Dazu gehören zum Beispiel die Kontaktdaten von Ärzten, Krankenhäusern, Stromversorger und Handwerkern. Bei Bedarf und sofern das Telefon- bzw. Handynetz nicht ausgefallen ist, kannst du Kontakt zu den jeweiligen Stellen aufnehmen. 

 
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