Krisenvorsorge – alles was Sie dazu wissen sollten

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Welche Probleme sich aus einer Katastrophe ergeben und welche Dinge Sie kaufen sollten, damit Sie auf eine Krisensituation vorbereitet sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Krisenvorsorge in der Kritik

Zuerst möchte ich ein wichtiges Thema ansprechen: Die Kritik der Menschen, die für eine Krise vorsorgen, häufig ausgesetzt sind. Sie werden häufig lächerlich gemacht und als komische Spinner angesehen, schließlich würde es doch nie zu einer solchen Katastrophe kommen. Hierbei muss man aber ganz klar sagen, dass dies nicht der Fall ist. Denn beispielsweise die Stromversorgung ist auch in Deutschland nicht sicher und kann in bestimmten Fällen schnell zusammenbrechen.

Und da heutzutage alles über Computer läuft, würde es nach kurzer Zeit keine Lebensmittel und Ähnliches mehr geben. Auch die Versorgung mit Wasser wäre dann gefährdet. Wenn man in den Nachrichten von sich häufenden Naturkatastrophen durch die Klimaerwärmung oder Terroranschlägen hört, dann erkennt man, das eine Katastrophe überhaupt nicht so unwahrscheinlich ist.

Letztendlich empfiehlt auch die Bundesregierung, dass man einen Vorrat an Wasser und Lebensmittel für zwei Wochen anlegen sollte, um vor Krisen geschützt zu sein.

Um eine merkwürdige Idee handelt es sich bei der Katastrophenvorsorge also ganz sicher nicht. Auch Seuchen oder Krankheiten können zu Problemen werden. Dies erkennt man schnell an den vergangenen medizinischen Katastrophen im Europa vergangener Tage oder den immer häufiger aufkommenden Antibiotikaresistenten bestimmter Bakterien.

Man muss es nicht übertreiben

Dennoch muss auch klar gesagt werden, dass man es nicht übertreiben muss. Einige Vorsorgen für einen Notfall sollten natürlich getroffen werden. Gerade der Einkauf von bestimmten Dingen wie Lebensmittel ist sehr wichtig, damit man in einem Notfall einige Zeit auf sich selbst gestellt auskommt.

Man muss aber nicht anfangen, an einer Vielzahl von Überlebenstrainings teilzunehmen oder sich eine vollkommen autarke Ernährung aufbauen.

Vorräte an Nahrung und Lebensmitteln

Besonders wichtig ist ein Vorrat an Nahrung und Lebensmitteln. Dieser ist, wie man bereits aus der eben zitierten Empfehlung entnehmen kann, sehr wichtig. Ein Zeitraum von zwei Wochen ist übrigens nicht unbedingt ausreichend.

Denn wer sagt, dass es bei einer Katastrophe tatsächlich so schnell wieder zu einer ausreichenden Versorgung der Bevölkerung kommt? Durch ein Erdbeben könnte beispielsweise so viel zerstört werden, dass die Versorgung erst nach sehr langer Zeit wieder hergestellt ist. Bei der Wahl der richtigen Lebensmittel ist auf jeden Fall die Haltbarkeit dieser wichtig.

Schnell verderbliche Lebensmittel eignen sich natürlich überhaupt nicht für das Anlegen von Vorräten. Besser eignen sich Konserven, welche nur noch erhitzt werden müssen.

Auch andere trockene Lebensmittel wie trockenes Brot (z. B. Pumpernickel) eignen sich sehr gut. Von vielen Menschen, die sich mit dem Thema Krisenvorsorge beschäftigen, wird empfohlen, sich dennoch vor allem mit den Dingen, die einem selber schmecken, einzudecken.

Man sollte nicht nur auf die Nährwerte achten, die Vorsorge mit Lebensmitteln, die man selber mag, sorgt für keine Nachteile. Außerdem fühlt man sich schlicht und ergreifend besser, wenn man die richtige Nahrung auf Vorrat besitzt. Und dies hat schließlich auch einigen Wert in einer Notfallsituation.

Zur Krisenvorsorge gehört auch ganz klar die Versorgung mit Wasser. Denn ohne Nahrung kann man einige Zeit auskommen, ohne Wasser allerdings nur über einen sehr kurzen Zeitraum. Sie sollten sich deshalb einen oder (je nach Größe) mehrere Kanister mit Wasser füllen, damit Sie bei einem Notfall für einige Zeit genug zu trinken haben.

Dies wird von offizieller Seite ebenfalls empfohlen. Bei den Wasservorräten ist zu beachten, dass das Wasser regelmäßig ausgetauscht werden muss, da es sonst nicht mehr trinkbar ist.

Besonders geeignete Lebensmittel kaufen

Es gibt auch einige Lebensmittel, welche man gerade für eine solche Notsituation kaufen sollte. Hierzu gehört unter anderem NRG-5. NRG-5 ist auch unter dem Namen Komprimierter Nahrungsmittel-Riegel bekannt.

Es handelt sich einfach um einen kleinen Riegel, welcher sehr viele Kohlenhydrate und damit viel Energie liefert. Diese Riegel sind außerdem sehr lange haltbar, bei richtiger Lagerung mindestens zehn Jahre und auch noch wesentlich länger. Bereits durch einen kleinen Vorrat dieser Riegel können Sie in einer Notsituation für lange Zeit leben, ohne Hunger leiden zu müssen.

NRG-5 wird übrigens auch schon heute in Krisenregionen eingesetzt, um im Sinne der Erstversorgung der Bevölkerung bei Nahrungsmittelmangel schnell helfen zu können, hier spielt vor allem der leichte Transport eine große Rolle. Ebenfalls sehr sinnvoll für eine Notsituation sind Energieriegel, welche von Sportlern schon heute eingesetzt werden.

Sie liefern für eine kurze Zeit, vor allem durch eine große Menge an Zucker, viel Energie für gefährliche Situationen. In bestimmten Situationen können sie somit überlebenswichtig sein. Auch die Einmannpackung der Bundeswehr eignet sich als Vorrat sehr gut.

Diese wird von der Bundeswehr dann eingesetzt, wenn es die Möglichkeit für eine normale Nahrungsversorgung nicht gibt, beispielsweise bei Übungen. Diese Nahrung ist ebenfalls sehr lange haltbar und muss nur kurz erwärmt werden, damit sie verzehrfertig ist. Die Einmannpackung, auch als EPA bekannt, kann sogar kalt verzehrt werden. Außerdem ist sie sehr lange haltbar, insgesamt ist sie als Vorrat somit ideal.

Wasserreinigung, Licht- und Wärmequelle

Wie bereits gesagt, kann der Mensch nicht lange ohne Wasser überleben, sodass bei der Krisenvorsorge das Anlegen eines Wasservorrats elementarer Bestandteil ist.

Lange halten diese Vorräte im Ernstfall allerdings nicht. Deshalb braucht man die Möglichkeit, Wasser trinkbar zu machen. Ansonsten wird man durch verunreinigtes Wasser schnell krank, und bei einem, in einer Krisensituation sehr wahrscheinlichen Zusammenbruch der medizinischen Versorgung könnte eine Erkrankung zum sehr großen Problem werden.

Sogar zu einem lebensbedrohlichen. Um Wasser trinkbar zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Spezielle Tabletten und spezielles Pulver können Bakterien im Wasser abtöten, sodass Sie sich im Ernstfall mit Wasser aus einem nahe gelegenen Bach, Fluss, See oder Ähnlichem versorgen können, ohne krank zu werden.

Noch besser sind allerdings Wasserfilter, da diese mehr schädliche Stoffe aus dem Wasser holen und vor allem nicht nach einiger Zeit verbraucht sind. Bei einer zusammenbrechenden Stromversorgung sollte man eine Lichtquelle besitzen. Taschenlampen sind hier das Mittel der Wahl, da sie nur wenig Strom brauchen.

Mit Batterie betriebene Modelle können gewählt werden, wenn man sich einen Vorrat an Batterien zulegt, mit denen die Taschenlampen lange betrieben werden können. Für eine noch längere Versorgung eignen sich kleine Solarzellen in Kombination mit Taschenlampen, die einen Akku besitzen und somit aufgeladen werden können.

Es gibt auch spezielle Batterien, die sich wieder aufladen lassen. Zuletzt ist auch eine Wärmequelle sehr wichtig. Praktisch ist es, wenn Sie über einen Kamin verfügen. Ansonsten benötigen Sie auf jeden Fall eine Möglichkeit, Feuer zu machen.

Brennmaterial findet sich schnell, aber ein oder mehrere Feuerzeuge in Kombination mit genügend Gas, um diese nachfüllen zu können, sind notwendig. Es gibt auch Feuerzeuge, welche eine etwas stärkere Flamme besitzen. Diese sind für die Krisenvorsorge besser geeignet als andere Feuerzeuge, da sie Brennmaterial schneller und besser entzünden können.

Zubereiten von Nahrung

Bei all den Tipps hinsichtlich der Nahrung sollte es natürlich auch Möglichkeiten geben, diese richtig zuzubereiten. Auch wenn Nahrung, beispielsweise wie die Einmannpackung der Bundeswehr, nicht erhitzt werden muss und auch kalt verzehrt werden kann, sollte man sie erwärmen. Denn letztendlich hat das Erhitzen von Nahrungsmitteln immer den Vorteil, dass diese mehr Energie liefern, was im Sinne der Krisenversorgung ein deutliches Plus darstellt.

Brennmaterial findet man letztendlich in der Natur mehr als genug. Sie sollten sich, neben den bereits genannten Feuerzeugen, auch eine entsprechende Möglichkeit zum Kochen anschaffen. Kleine Outdoor Öfen für diesen Zweck sind bereits für recht kleines Geld zu haben und sollten dementsprechend angeschafft werden, um Wasser zubereiten zu können.

Das Haus verlassen – Survival Rucksack vorbereiten

Normalerweise bereitet man sich bei der Krisenvorsorge auf eine Situation vor, in der man weiterhin in seinem Haus leben kann. Es gibt aber auch verschiedene Szenarien zu Katastrophen, bei denen es nicht mehr möglich sein wird, in seinem Haus zu bleiben.

Ein sogenannter Fluchtrucksack sollte deshalb von jedem Menschen, der sich auf eine Katastrophe vorbereiten will, angeschafft werden. Der Rucksack an sich sollte ausreichend groß sein, damit man einige Dinge mitnehmen kann (auch mehr als das, was sich bereits vorbereitet im Rucksack befindet) und sehr stabil sowie reißfest sein.

Hierfür eignen sich vor allem die sogenannten Militärrucksäcke, welche für Soldaten im Einsatz entworfen wurden und somit für eine Situation geeignet sind, die einer Katastrophe sehr nahe kommen bzw. quasi genau dasselbe sind wie diese.

Einige der Dinge, welche bereits für das Anlegen von Vorräten genannt worden, sollten in einem solchen Rucksack ebenfalls vorhanden sein. Vor allem das Feuerzeug, die Nahrung und die Möglichkeit zur Wasserfilterung sowie eine Lichtquelle sind wichtig. Hinzu kommen ein Zelt und ein Schlafsack, damit man sich in der Nacht vor der Witterung schützen kann und warm bleibt.

Auch Medizin wie Antibiotika, Verbandmittel und ein Erste Hilfe Set sollten enthalten sein, damit man bei einer Krankheit oder Verletzung selber etwas unternehmen kann und nicht sofort vor einem unlösbaren und vielleicht sogar lebensbedrohlichen Problem steht. Solch ein Rucksack hilft dabei, durch die ersten Tage einer Krise zu kommen. Es bedarf eigentlich nur der wichtigsten Grundlagen, die Wärmebildkamera kann man im Grunde zuhause lassen.

Training für das Überleben

Ich hatte bereits gesagt, dass manche Menschen, gerade in den USA, es etwas mit der Vorsorge übertreiben. Dennoch kann es sinnvoll sein, ein sogenanntes Überlebenstraining zu absolvieren. Hierbei muss es sich aber nicht um ein mehrtägiges Trainingscamp, bei dem man sich irgendwie durch die Wildnis schlagen soll, handeln.

Im Gegensatz zu den USA gibt es eine wirkliche Wildnis in Deutschland ja so oder so nicht. Vielmehr sollte es sich um ein gewisses Coaching zum genauen Verhalten in einer Krisensituation handeln, welches auch ein Teil der Krisenvorsorge ist.

Zu einem solchen Training gehört, dass man sich mit dem Thema intensiver beschäftigt und im Ernstfall weiß, was man zu tun hat. Bei einem solchen Training werden auch verschiedene Szenarien mit ihren jeweiligen Besonderheiten aufgegriffen, welche diese oder jene Folge haben können.

Ob ein Überlebenstraining notwendig ist und für einen selbst zur Krisenvorsorge gehört, muss jeder selbst entscheiden. Grundsätzlich kann eine solche Vorsorge aber helfen, da einem Vorräte und ein gepackter Survival Rucksack nicht helfen, wenn man nicht weiß, wie man sich am besten verhalten sollte. Gerade das Überleben „in der Wildnis“ will gelernt sein, sodass sich ein Training lohnt.

Fazit

Es ist ziemlich schwachsinnig, sich nicht auf eine Krisensituation vorzubereiten. Man muss es nicht übertreiben, aber eine gewisse Vorbereitung und der Kauf sowie die Lagerung von manchen Dingen sollten in jedem Fall passieren.

Denn ansonsten sitzt man in einer tatsächlichen Krisensituation ganz schnell ohne jegliche Versorgung dar. Am wichtigsten ist in jedem Fall die Versorgung mit Wasser, denn ohne Wasser hält man es wirklich nur für eine sehr kurze Zeit aus. Wenn eine Katastrophe mit Stromausfall im Winter passiert, ist auch eine Wärmequelle zum Überleben notwendig.

Jeder, der Ihnen sagt, dass es nicht nötig wäre sich auf eine Katastrophe vorzubereiten, können Sie übrigens ein einfaches Beispiel geben: Bereits im Jahr 2005 kam es zu einer Katastrophe im Sinne der Stromversorgung, da durch sehr starken Schneefall viele Strommäste im Münsterland auf dem Boden gelandet sind.

Für etwa sieben Tage waren 250.000 Menschen im Münsterland ohne Stromversorgung. Wenn eine solche Katastrophe landesweit passieren würde, kann man sich denken, dass die Beseitigung der Schäden eine recht große Zeitspanne in Anspruch nehmen würde. Somit gilt:

Eine Krisensituation ist nicht unwahrscheinlich, also ist eine Krisenvorsorge notwendig, damit Sie sich und Ihre Familie schützen können. Nur wenn Sie auf eine solche Situation vorbereitet sind, können Sie leben, ohne große Sorge vor einer Katastrophe haben zu müssen.

Dadurch hilft Ihnen Ihre Vorbereitung auf eine Krise auch dann, wenn es zu einer solchen kommt. Es ist also auf jeden Fall richtig und notwendig, sich vorzubereiten.

Mehr Infos zur Krisenvorsorge auf Englisch finden Sie hier. 

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