Wie funktioniert ein Kompass?

Die Ursprünge des Kompasses liegen in China. In Europa wurde die Funktionsweise des Kompasses das erste Mal im 14. Jahrhundert erkannt. Schon damals wurde der Kompass als Hilfe zur Orientierung eingesetzt. Er war wichtig um sich in der Wildnis, in den Bergen oder bei der Jagd orientieren zu können. 

Auch heute ist der Kompass bei Naturliebhabern ein wichtiger Bestandteil der Wanderausrüstung. Versagt die moderne Technik ist auf den Kompass Verlass. 

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Der richtige Umgang

Die Kante des Kompasses muss auf den Start und Endpunkt ausgerichtet werden. Dabei muss das Gehäuse des Kompasses so lange gedreht werden bis der Orientierungspfeil sowie die Linien auf der Karte auf N zeigen. Danach musst du den Kompass und die Karte so lange drehen bis die rote Spitze der Kompassnadel in Richtung Norden zeigt. 

Trotz technischer Fortschritte wie GPS solltest du den Umgang mit einem Kompass als Naturliebhaber beherrschen. Je nach Route kann es vorkommen, dass du dich auch abseits von der Zivilisation zurechtfinden musst und dein GPS Gerät nicht funktioniert. Du solltest dich deshalb auch unbedingt mit einem klassischen Kompass und einer Karte orientieren können. 

Verläuft deine Wanderung durch freies Gelände, in dem es keine Landmarken gibt oder du keinem vorgegebenen Weg folgen kannst empfiehlt sich die Anwendung eines Kompasses. So vermeidest du, dass du im Kreis läufst und am Ende auch wirklich dort ankommst, wo du hin möchtest. 

TIPP

Am besten orientierst du dich dafür an einem auffälligen Objekt in der Ferne. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Kannst du das Objekt mit bloßem Auge erkennen, kannst du es anpeilen und so deinen Weg mithilfe des Kompasses bestimmen. Erkennst du es nicht, musst du das Ziel auf der Karte festlegen. Verbinde dazu auf der Karte deinen Startpunkt mit dem Zielpunkt.

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 Der Aufbau eines Kompasses

Es gibt viele unterschiedliche Designs eines Kompasses. Der Aufbau ist bei allen grundlegend jedoch derselbe. Jeder Kompass beinhaltet eine magnetische Nadel, die sich an dem Magnetfeld der Erde orientiert. 

Der Basisplattenkompass oder auch Feldkompass genannt besteht aus einer Grundplatte, einem Richtungspfeil, dem Kompassgehäuse und einem Grad Regler. Zudem verfügt jeder Kompass über eine Magnetnadel, einen Orientierungspfeil und über Orientierungslinien.

Die Grundplatte bildet das Grundgerüst des Kompasses. Der Laufpfeil gibt, wie der Name schon sagt, die Richtung vor. Der Grad Regler zeigt 360 Grad des Kompasses im Kreis an. Einer der wichtigsten Bestandteile ist der Orientierungspfeil, sowie die Orientierungslinien. 

Wo funktioniert ein Kompass nicht?

Die Nadel des Kompasses richtet sich nach dem magnetischen Nordpol der Erde. So ist der Nordpol geografisch betrachtet der nördlichste Punkt. Stehst du also auf genau diesem Punkt, wirst du erkennen, dass sich die Nadel des Kompasses im Kreis drehen wird. Dies liegt daran, dass der Kompass zu sehr von dem Magnetfeld beeinflusst wird. 

Abgesehen vom Nordpol kann es auch an anderen Orten dazu kommen, dass dein Kompass außer Gleichgewicht gerät. Die Erde ist von einem Magnetfeld umgeben. Dieses ist von Süden nach Norden ausgerichtet. Der Minus Pol liegt dabei am Nordpol. Da die Nadel in deinem Kompass ebenfalls magnetisch ist, wird sie von dem Nordpol angezogen. Es kommt dabei zu einer Anziehung zwischen Minus Pol und Plus Pol. 

Manchmal kann es vorkommen, dass sich magnetische Gesteine in der Atmosphäre lösen und das Magnetfeld der Erde überdecken. Dein Kompass wird dadurch aus dem Gleichgewicht gebracht und er wird eine falsche Himmelsrichtung anzeigen.

Kompassfehler

Vor allem in der Luftfahrt spielt der Kompassfehler eine wichtige Rolle. Der Kompassfehler entsteht durch das Kippen des Kompasses. Man unterscheidet dabei zwischen Drehfehlern und Beschleunigungsfehlern. Der Kompassfehler der vor allem in der Luftfahrt vorkommt ist der Beschleunigungsfehler. Durch die Beschleunigung die während dem Steigflug bzw. dem Sinkflug ausgelöst wird, entsteht der Beschleunigungsfehler im Kompass. Dieser kann durch eine bewegliche Lagerung des Kompasses ausgeglichen werden. Die Lagerung gleicht somit den Neigungswinkel des Flugzeuges aus und der Kompass bleibt im Gleichgewicht. 

Umstellung des Magnetfeldes der Erde

Alle 500.000 Jahre kommt es zu einer Umstellung dem Magnetfelde der Erde. Dies bedeutet, dass die Pole ihre Plätze tauschen. Die letzte Umkehrung liegt inzwischen 780.000 Jahr zurück. Wissenschaftler warnen, dass die nächste Umpolung bereits begonnen hat. 

Sie haben herausgefunden, dass es im All einen Bereich gibt, indem sowohl die moderne Technik als auch der klassische Kompass versagen. Der Bereich liegt zwischen Südafrika und dem südlichen Atlantik. 

Bei der Umpolung verändert sich das gesamte Magnetfeld der Erde. Es weist schon jetzt an vielen Stellen unterschiedliche Stärken und Richtungen auf. Zudem verändert es sich stetig. Dass eine Umpolung bereits vor 780.000 Jahren stattgefunden haben muss, können Wissenschaftler am magnetischen Gesteinsschichten am Ozeanboden erkennen. Niemand kann jedoch bisher vorhersagen, wann eine solche Umpolung stattfinden wird.

An manchen Orten ist es jedoch erkennbar, dass das Magnetfeld der Erde deutlich schwächer gemessen wird. Zwischen Kapstadt und Buenos Aires weist der magnetische Schutzschild inzwischen sogar ein deutliches Loch auf. 

Würde eine volle Umpolung stattfinden, würde die Nadel deines Kompasses plötzlich nicht mehr nach Norden, sondern nach Süden zeigen. Es besteht jedoch kein Grund zur Panik. Selbst wenn die Umpolung bereits stattgefunden haben sollte, dauert der gesamte Prozess mehrere tausend Jahre.

 

Verwirrung durch Magneten

Die Nadel deines Kompasses ist magnetisch. Es kann deshalb vorkommen, dass dein Kompass durch starke Magnetfelder beeinflusst wird und deshalb nicht mehr richtig funktioniert. Die Ausrichtung kann deshalb fehlerhaft sein.

Du kannst dies ganz einfach selbst ausprobieren, in dem du deinen Kompass auf einen gewöhnlichen Magneten stellst. Du wirst erkennen können, dass sich die Nadel des Kompasses im Kreis dreht, da der Magnet die Nadel so stark beeinflusst, dass sich aus dem Gleichgewicht fällt. 

Achte deshalb bei der Benutzung deines Kompasses darauf, dass sich kein anderer Magnet in unmittelbarer Reichweite befindet. Nur so kann sich der Kompass an dem Magnetfeld der Erde orientieren und sich nach Norden ausrichten.

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