Die besten Wärmebildkameras für die Jagd im Test

Wer nachts jagen gehen möchte, der kommt an der Anschaffung einer guten Jagd-Wärmebildkamera nur schlecht vorbei.

Mit diesen Modellen könnt Ihr sehen, wohin sich das Tier bewegt, auch wenn Ihr es mit bloßem Augen vor lauter Dunkelheit wahrscheinlich nicht einmal erahnen könntet.

Diese Geräte eignen sich nicht nur für die Jagd, sondern können beispielsweise auch beim Camping eingesetzt werden: wenn etwas draußen im Dunkeln raschelt und Ihr schlaft einem Zelt, dann schaltet einfach die Wärmebildkamera an und schaut, ob es sich um ein Tier oder einen Menschen handelt.

In 99,9% der Fälle könnt Ihr Euch dann wieder beruhigt schlafen legen.

TOP-PICK

FLIR SCOUT TK

Die Flir Scout TK ist eine preiswerte Wärmebildkamera der Einstiegsklasse. Trotzdem kann das Modell durch zahlreiche Funktionen und seine robuste Ausführung punkten. Das relativ geringe Gewicht machen sich im Jagdgepäck kaum bemerkbar. Für ihre knapp 659 Euro (Stand Januar 2021) muss sich die Flir Scout TK definitiv nicht hinter anderen, teuren Produkten verstecken. Diese Wärmebild-Monokular bildet den Einstiegslevel bei Flir.

Bei der Suche nach der besten Wärmebildkamera für die Jagd, stellte sich die Flir Scout SK als die mit dem besten Gesamtpaket dar.

Die zahlreichen positiven Bewertungen auf Frankonia und Amazon unterstreichen die Beliebtheit des Modells.

Ganz besonders die kompakte Bauart, der geringe Preis und die robuste Verarbeitung werden von Kunden genannt.

 

Vergleich der vorgestellten Wärmebildkameras

Modell

Bild

Reichweite

Gesamt-Score

Preis

Flir Scout TK

flir scout tk test bild 2

4.5/5

HIKMICRO HIK Vision Lynx LC06

jagd-waermebildkamera hikmicro

€€

4.6/5

Pulsar Axion XQ38 Thermo-Monokular

Pulsar Axion XQ38 Thermo-Monokular

€€€

4.7/5

DER VERGLEICH DER 3 BESTEN WÄRMEBILDKAMERA-MODELLE

1. FLIR SCOUT TK WÄRMEBILDKAMERA (TOP-PICK) - Preisgünstig und robust

Die Flir Scout TK ist eine preiswerte Wärmebildkamera der Einstiegsklasse. Trotzdem kann das Modell durch zahlreiche Funktionen und seine robuste Ausführung punkten. Das relativ geringe Gewicht machen sich im Jagdgepäck kaum bemerkbar. Für ihre knapp 659 Euro (Stand Januar 2021) muss sich die Flir Scout TK definitiv nicht hinter anderen, teuren Produkten verstecken. Diese Wärmebild-Monokular bildet den Einstiegslevel bei Flir.

PRO’S

✅ Günstig in der Anschaffung

✅ Leichte & kompakte Bauweise

✅ Handlichkeit

CON’S 

❌ Fest verbauter Akku

Details

Ein Käufer berichtet beispielsweise, dass er eine Sau bei sehr schlechtem Licht mit dem Gerät gut ansprechen konnte und die Kamera auch für die Nachsuche sehr gut funktioniert.

Zudem konnte er erfolgreich Rehwild auf eine Entfernung von über 100 Metern ausmachen (90 Meter ist die offizielle Angabe des Herstellers).

Mit einem Gewicht von 170 Gramm ist die Flir bei der Jagd einfach mitzuführen und serienmäßig mit einem widerstandsfähigen Gehäuse versehen.

Einzig die nicht vorhandene Möglichkeit einen Ersatz-Akku zu verwenden/einzusetzen, gefiel einigen Käufern nicht.

Ansonsten ist der Tenor, dass die Flir Scout TK ein klasse Gerät für vergleichsweise wenig Geld ist. Mit ein wenig Glück findet man die Kamera auf Ebay für rund 400 Euro.

Fazit

Der Hersteller FLIR ist eine feste Größe im Bereich der Jagdziel- und Wärmebildoptik.  Die Scout TK ist aufgrund ihrer Verarbeitung und Einsatzmöglichkeiten für viele Jäger zu einem unverzichtbaren Begleiter geworden.  Für den Einstieg in die Riege der Wärmebildkameras ist das Produkt empfehlenswert.

Falls du noch mehr Test-Infos zu der Flir TK Scout erfahren möchtest, klicke hier.

2. HIKMICRO HIK Vision Lynx LC06 - Funktionell und kompakt

Eine relativ unbekannte Thermokamera, dennoch kann die Lynx LC06 von HIMICRO mit anderen Einstiegs-Modellen namhafter Hersteller mithalten. Das Produkt ist mit einigen netten Features ausgerüstet, beispielsweise einem integrierten Entfernungsmesser, welche im jagdlichen Alltag öfter zum Einsatz kommen. Mit der Vision lässt sich einiges auf Kirrung und Waldlichtung erkennen, dafür sorgt der hochsensitive VOx-Sensor mit einer Auflösung von 160 x 120 Pixeln.

PRO’S

✅ Günstig in der Anschaffung

✅ Auflösung von 160 x 120 px

✅ Wasserdicht und robust

✅ Integrierter Entfernungsmesser

CON’S 

❌ Bedienknöpfe sind teilweise schwergängig

Details

Die Kamera bietet keine Hightech-Auflösung, allerdings ist das sichere Ansprechen von Rehen auf eine Entfernung von 120 m möglich, wie ein Käufer in seiner Rezension beschreibt. Selbst Mäuse sind als leuchtende Punkte auf der Wiese sichtbar.

Der Hersteller gibt an, dass sich Wild bis auf eine Entfernung von etwa 80 m gut erkennen lässt. Auch weitere Entfernungen sind möglich, allerdings kann man viele Tiere nur anhand ihrer arttypischen Bewegungen zuordnen.

Der Lithium-Akku ist fest mit dem Gehäuse integriert und lässt sich bequem mittels USB-Schnittstelle aufladen. Unterwegs kann zu diesem Zweck auch eine USB-Powerbank verwendet werden. Die Laufzeit des Akkus beträgt pro Ladezyklus etwa 10 Stunden.

Das Modell wiegt ungefähr 270 g und liegt gut in der Hand. Positiv zu bewerten ist das wasser- und schlagfeste Gehäuse.

Neben einem integrierten Entfernungsmesser, sind in der HIKMICRO auch ein Wifi-Hotspot und ein Hot Tracker enthalten. Bilder und Videos werden auf dem im Gerät enthaltenen 8 GB Speicher gesichert und lassen sich auch im Nachhinein auf dem heimischen PC sichten.

Fazit

Die HIKMICRO HIK Vision Lynx LC06 ist das optimale Modell für Jäger und Outdoor-Fans, welche keine High-End Auflösung und komplizierte Technik benötigen. Die Auflösung dieser Wärmebildkamera ist gering, dennoch ausreichend, um im Nahbereich Wärmequellen aufzuspüren.

3. Pulsar Axion XQ38 Thermo-Monokular - Ein Modell für den höheren Anspruch

Eine Auflösung von 384 x 288 Pixeln und eine Entfernungsdistanz von bis zu 1350 m sind Daten, mit denen günstigere Wärmebildkameras oft nicht mithalten können. Trotzdem gehört die Axion XQ38 mit einem Preis von etwa 2000 € noch zu den Modellen der mittleren Preisklasse. 

Auf dem HD Amoled Display mit 1024 x 768 Pixeln lässt sich so einiges erkennen, das lästige Erraten, welche Wärmequelle gerade auf dem integrierten Bildschirm zu sehen ist, entfällt.

PRO’S

✅ Schnell einsatzbereit

✅ Wasserdicht durch IPX7 Standard

✅ Bildschärfe und Details werden mittels eines Softwarealgorithmus verbessert

✅ Auswechselbarer Akku

CON’S 

❌ Der Deckel des Akkufachs hakt öfter

Details

Das kompakte Design und die gute Auflösung dieses Thermalgeräts sind Eigenschaften, welche viele Käufer in ihren Bewertungen positiv erwähnen.

Mit einem Gewicht von 450 g ist die Thermal-Kamera im Vergleich zu anderen Modellen relativ schwer, jedoch macht sie dies durch ihre Funktionen und Auflösung wieder wett.

Der Hersteller gibt an, dass die Kamera Wärmequellen bis zu einer Entfernung von bis zu 1350 m erkennen und optisch in Falschfarben wiedergeben kann. Allerdings ist sicheres Ansprechen nur bis etwa 600 m realistisch.

Eine Bild-in-Bild-Wiedergabe ist möglich. Damit könnt Ihr ein Objekt Eurer Wahl vergrößern, während der Rest des Sehbereichs unverändert bleibt.

Fazit

Das Wärme-Monokular von Pulsar ist ein Gerät, welches der Einsteigerliga entwachsen ist. Es gibt leistungsfähigere Wärmebildkameras auf dem Markt. Für den Preis von knapp 2000 € ist die Pulsar Axion XQ38 jedoch ein Gerät, welches für die etwas gehobeneren Ansprüche im Revier vollends ausreichend ist.

Für die Jagd bestimmte Wärmebildkameras

Das wirklich besondere an Wärmebildkameras ist, dass sie im Gegensatz zu den üblichen Restlichtverstärkern (auch Nachtsichtgerät genannt) sowohl am Tag als auch bei Nacht in absoluter Dunkelheit Anwendung finden.

Je nach Modell, Hersteller und Ausführung werden die Temperaturunterschiede zwischen Objekt und Umgebung entsprechend in schwarz-weiß oder Farbunterschieden angezeigt.

Beim Farbmodus kann der Nutzer die Temperaturunterschiede besser ablesen, dafür strahlt der Bildschirm nicht so hell und auffällig beim schwarz-weiß-Modus.

Einen Nachteil haben Wärmebildkameras jedoch – sie können nicht durch Wände oder feste Gegenstände “blicken”. Deshalb ist es bei der Nachsuche für Jäger manchmal ein wenig problematisch, da das Wild zum Beispiel durch einen Busch oder Gras verdeckt sein könnte.

Die wirklich guten und professionellen Geräte liegen bei ca. 600 bis 2500 Euro. Diese Geräte funktionieren auf Distanzen bis ca. 200 Meter sehr gut.

Je weiter die Genauigkeit sein soll, desto höher wird auch der Preis. Für Modelle, die eine Distanz von bis zu 450 bis 500 Meter gut abdecken können, legt man gut und gerne schon mal 5.000 bis 10.000 Euro auf den Ladentisch.

Die meisten Jäger werden mit einem Standardmodell aber bestens auskommen und können sich das Geld für eine neue Büchse oder andere Ausrüstung sparen.

Die gängigsten Hersteller für Jagd-Wärmebildkameras sind Flir, Pulsar und Armasight.

Die Flir-Modelle bieten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und werden von vielen Jägern sehr geschätzt. Als kleines Manko kann man jedoch die Bildqualität nennen, da diese Modelle mit einer Auflösung von maximal 10 Herz arbeiten.

Die Firmen Pulsar und Armasight kommen auf bis zu 30 Herz, was weniger Flackern und höhere Bildqualität bedeutet.

Eine Zeitlang waren Geräte zum Aufstecken aufs Handy unter Jägern weit verbreitet. Diese sind jedoch in der Realität kaum mehr als ein nettes Gadget, ernsthafte Verwendungsmöglichkeit im Revier bieten sie nicht.

Hier noch einmal die Vorteile der Wärmebildtechnologie in Kurzform:

✅  Schnelle und genaue Lokalisierung von Menschen und Tieren jeder Größe​

✅  Einsatz bei jedem Wetter und Witterung möglich. Einsatz tagsüber und nachtsüber möglich

✅  Es sind auch Tiere und Menschen auf dem Wärmebild erkennbar die manchmal für die Augen nicht sichtbar sind

✅  Kann für viele Zwecke eingesetzt werden, z.B. Jagd, Gebäude-Thermie-Check, Elektronik, Nachsuche, Vermisstensuche, etc.)

Die Zukunft: Drohnen mit Wärmebildkamera

 

 

Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als ich die Parrot ANAFI Thermal durch Zufall gefunden habe.

Diese Drohne ist mit einer Flir Lepton 3.5 Wärmebildkamera ausgestattet und ermöglicht es aus der Luft Wärmebilder (live) zu liefern.

Personen und Wild lassen sich mit der Drohne auf bis zu 50 Meter zuverlässig unterscheiden.

Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis die Wärmebild-Drohnentechnologie Einzug in den Bereich Jagd gefunden hat.

Inwiefern diese Technologie für Jäger wirklich Sinn ergibt, wird sich zeigen – ein super interessantes Gerät ist es jedoch – Einsatzsinn hin oder her – in jedem Fall. Es bleibt spannend.

Das Gerät kann pro Akku insgesamt maximal 25 Minuten in der Luft bleiben und speichert die Live-Wärmekamerabilder nicht nur auf eine Micro-SD-Karte ab, sondern liefert sie auch direkt auf das Handy bzw. Tablet.

 

Weitere häufig gestellte Fragen zum Thema

Eine Wärmebildkamera wird sehr gerne bei der nächtlichen Jagd im Dunkeln eingesetzt und funktioniert, indem sie die Wärmeabstrahlung von Lebewesen (Mensch/Tier) oder Objekten in die digitale Bildform übersetzt.

Diese durch Temperatur getriggerten Bilder werden Thermografie genannt. Quasi eine Art Fieberthermometer, jedoch ohne direkten Kontakt. Die auf dem Wärmekamera-Display angezeigten Farben stellen dabei die Temperatur-Levels dar:

Blau und lila stehen für Kälte, rote Farbtöne für Hitze. Diese Temperaturunterschiede werden per Infrarot ermittelt und aufgenommen.

Je besser die Temperaturunterschiede zwischen Objekt und Hintergrund sind, desto besser kann das Objekt abgebildet werden. Ein Reh in einer kalten Winternacht lässt sich beispielsweise sehr gut anzeigen.

Bis vor einigen Jahren waren der größte Konkurrent der Wärmebildkameras die sogenannten Restlichtverstärker, auch Nachtsichtgeräte genannt. Mittlerweile ist die Technik der Jagd-Wärmebildkameras jedoch viel weiter ausgereift.

Die Modelle sind günstiger, zeigen Objekte in weiteren Entfernungen an und die Bildschärfe ist auch viel höher. Die eine Wärmebildkamera hat folgende Vorteile:

  • Selbst von z.B. Zweigen oder Büschen verdecktes Wild kann lokalisiert werden
  • Einsetzbarkeit bei jeder Art von Witterung wie Regen, Schnee, etc.
  • Auch kleine Tiere sind sehr gut erkennbar
  • Sowohl am Tag als auch in der Nacht einsetzbar
  • Vielfältige Einsatzarten, nicht nur bei der Jagd, sondern z. B. auch um die Wärmeökonomie eines Hauses zu überprüfen

Im Vergleich zu vor ca 10 Jahren sind Wärmebildkameras mittlerweile deutlich günstiger geworden. Früher lagen die Preise locker über 10.000 Euro, heute lassen sich vergleichbare Geräte bereits ab 2000 Euro erwerben.

Im Vergleich mit z. B. Digitalkameras sind Wärmekameras immer noch sehr teuer.

Höchstwahrscheinlich liegen die Preise hier deutlich höher, da bei Wärmebildkameras bei weitem nicht so viele Geräte produziert werden und der Markt deutlich kleiner ist als der für Kameras.

  • Für die folgenden Bereiche:
  • Werkstoffprüfung
  • Flug-Thermografie
  • Gebäudethermografie
  • Feuerwehren
  • Bio- und Geostudien
  • Inspektion mechanischer Baugruppen
  • Thermische Optimierungen
  • etc.

Mittlerweile sind die Kameras deutlich günstiger geworden. Doch die Preise liegen immer noch sehr hoch.

Deshalb könnte sich der Blick zu zum Beispiel Ebay.de oder Ebay-Kleinanzeigen lohnen, um dort ein gut erhaltenes Modell zu erhalten.

Idealerweise sollte das Modell noch Garantie haben, damit Ihr kein Risiko eingeht und womöglich nach Erhalt Geld für ein defektes Modell hingeblättert haben.

Falls Ihr Eure Kamera bei z. B. Frankonia oder Amazon bestellt, habt Ihr die Möglichkeit das Gerät auszupacken und in der Regel zwei Wochen lang testen zu können ohne Risiko.

Wenn etwas nicht gefällt, schickt es einfach zurück. Und ein ausgiebiger Test lohnt sich bei solch einem teuren Gerät in der Regel immer.

Wie das Internet, so wurde auch die erste Wärmebildkamera hauptsächlich vom Militär genutzt und weiterentwickelt.

Zuerst kam die Technologie im Korea-Krieg zum Gebrauch, später fand die sie immer mehr zivile Anwendungen und Einsatzgebiete.

Je billiger die Technik wurde, desto interessanter wurde sie für z. B. Automobilfirmen wie Mercedes oder BMW. Diese setzen die Technologie inzwischen im Rahmen ihrer Nachtsichtfunktion mit ein und ergänzen die Scheinwerfer.

Zudem finden die Geräte in der Baubranche viele Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel um zu schauen, ob die Fenster oder das Dach eines Hauses gut abgedichtet sind.

Doch das Interessanteste an der Technologie ist es Menschen oder Tiere in der Dunkelheit erkennen zu können.

Davon profitieren Soldaten, Feuerwehrmänner, Katastrophenhelfer, aber auch ganz klar Jäger.

Carmen

Carmen

Ich bin Carmen, 38 Jahre jung und bin Jägerin. Darüber hinaus schreibe ich Artikel für Webseiten und beschäftige mich auch intensiv mit dem Thema Falknerei.