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Prepper Einkaufsliste 2020 – bereit für jede Krise sein

Ob es sich nun um einen längeren Ausfall der Stromversorgung oder gar ein schlimmeres Szenario handelt: jeder Bürger sollte auf kleine und große Krisen so gut wie möglich vorbereitet sein.

Dies sieht die Deutsche Bundesregierung genauso und veröffentlichte einen Ratgeber zum Thema Krisenvorsorge und Katastrophenschutz für die Bürger.

In diesem Artikel erfahren sie, was sie idealerweise anschaffen sollten, um bestens für mögliche Krisen vorbereitet zu sein. Die Themen unterteilen sich in die folgenden Bereiche:

  • Wasser
  • Essen / Kochen
  • Feuer
  • Kleidung
  • Obdach/Schlafen
  • Hygiene / Gesundheit
  • Kommunikation
  • Werkzeuge / Tools
  • Zahlungsmittel
  • Weitere Gegenstände

Die einzelnen Kategorien samt der jeweils wichtigsten Inhalte finden sie weiter unten im Text.

Die erweiterte Packliste finden Sie hier zum Download.

Weiters erfahren sie in meinem Buch “​Prepper-Packliste” noch deutlich mehr zum Thema.

Krisenvorsorge für Zuhause: die Prepper-Pack- und Einkaufsliste

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In zahlreichen Krisensituationen ist es besser (sicherer), in den eigenen vier Wänden zu bleiben und nicht zu flüchten.

In meinem Buch “Prepper-Packliste” lernen sie, wie sie sich auf mögliche Krisen vorbereiten können und welche Vorkehrungen und Überlegungen sie treffen sollten.

Hier die Inhalte meines Buchs (Auszug):

  • Wasser
  • Lebensmittelvorräte
  • Kleidung
  • Feuer, Wärme & Schlafen
  • Medizinische Versorgung
  • Sicherheit
  • Werkzeuge
  • Licht
  • Kommunikationsgeräte
  • etc.

Im deutschsprachigen Raum sind Überschwemmungen und Stromausfälle die wichtigsten Themen im Bereich Krisenvorsorge. In Südeuropa – zum Beispiel Italien und Portugal – sind es eher Dinge wie Waldbrände und Erdbeben auf welche sich Menschen vorbereiten.

Hier finden sie eine Liste der möglichen Krisenszenarien, auf die man sich vorbereiten kann und sollte (weltweit):

  • Stromausfälle

  • Tornados

  • Waldbrände

  • Überschwemmungen

  • Starker Schneefall & extremes Winterwetter

  • Hurrikans

  • Erdbeben

  • Lang anhaltende Dürre

  • Soziale Konflikte

  • Folgen der Automatisierung (die Auswirkung auf die Wirtschaft und Bevölkerung)

  • Vulkanausbrüche

  • Ausbruch und Verbreitung von Krankheitserregern

  • und eine Reihe anderer Dinge, die wir uns an dieser Stelle gar nicht vorstellen wollen.

 
 

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​vom LZ UGB der Stadt Essen

Umweltkatastrophen

Diese Art von Krisen verursachen nicht selten zahlreiche Todesopfer. Auf der positiveren Seite dauern die chaotischen Zustände in der Regel nicht lange an und den Verletzten und Betroffenen wird – zumindest in den Ländern der westlichen Hemisphäre – schnell und kompetent geholfen.

Darüber geschieht das Eintreffen von Umweltkatastrophen (z. B. Hurrikan oder Unwetter) nicht aus heiterem Himmel, sondern kann in vielen Fällen vorhergesagt werden. Die zuständigen Behörden können die Bevölkerung dann gegebenenfalls warnen oder aus der Gefahrenzone evakuieren.

Um sich auf Umweltkatastrophen vorzubereiten reicht normalerweise ein Vorrat (hauptsächlich Essen & Trinken) für die Dauer von drei bis maximal 14 Tagen.

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Finanzkrisen

Nach Evakuierungen der lokalen Bevölkerung (z. B. bei einem Hurrikan), kann es durchaus vorkommen, dass Geschäfte geplündert werden und zumindest in einigen Gegenden die öffentliche Ordnung mehr oder weniger

Gleiche Szenarien könnten drohen, wenn an den Finanzmärkten eine massive Panik à la 1929 ausbricht und die Währungen sich in einer sehr starken Inflation wiederfinden.
Wie sich Menschen in solchen Krisen verhalten kann man aus der Geschichte teilweise ein wenig ablesen. Doch klar berechnen lassen sich diese Szenarien nicht.

Jedes Land und Bevölkerung ist anders. In Argentinien beispielsweise kam es trotz aller Finanzkrisen und Probleme nicht zu überaus dramatischen Zuständen in den Straßen.

Automatisierung

Eigentlich ist die Automatisierung ein Segen Gottes und könnte für die Menschheit als Ganzes ein großer Schritt nach vorne sein. Niemand muss mehr hart arbeiten und alle sind trotzdem bestens mit allen Dingen versorgt, die man zum Leben

Doch die Übergangsphase kann durchaus chaotisch und sehr ruppig werden. Denn unser aktuelles ökonomisches System ist zentral auf dem Job-Modell aufgebaut. Und wenn potentiell Millionen von Menschen ihre Jobs an Maschinen und Computer verlieren, dann kann unser Sozialsystem und unser genereller modus vivendi so nicht mehr stabil fortbestehen.

Die größte Berufsgruppe in den USA sind beispielsweise LKW-Fahrer. Noch. Doch schaut man sich an, was Tesla und Daimler schon heute im Stande zu leisten sind mit Blick auf das autonome Fahren, dann kann es einem kalt den Rücken hinunterlaufen.

Viren und Co

​Was früher noch der große Menschheitskiller war und regelmäßig halb Europa ausradierte – zum Beispiel die Pest – stellt dank der Erfindung on Antibiotika und anderen pharmazeutischen Wundern heute keine große Bedrohung mehr dar.

Vor nur knapp 100 Jahren war fast ein Drittel der Weltbevölkerung an der spanischen Grippe erkrankt, was zu Millionen und Abermillionen von Toten führte.

De facto waren wir als Menschheit noch nie besser aufgestellt, was die Behandlung von körperlichen Leiden betrifft.

Denk man an die jüngsten biologischen Schrecken wie SARS und Ebola, dann sind wir in den letzten Dekaden vergleichsweise gut weggekommen und verschont geblieben.

Doch der nächste Erreger hat sich ganz sicher schon in Stellung gebracht und wartet nur in weit abgelegenen tropischen Büschen darauf, einen lateinischen Namen durch Wissenschaftler im weißen Kittel zu bekommen.

Von diesem Problemen war die Menschheit seit jeher bedroht. Doch vor noch nicht zu langer Zeit lebten lebten bei weitem nicht so viele Spezies der homo sapiens auf diesem Planeten – noch dazu so dichtgepfercht in Großstädten.

Auch flogen unsere Vorfahren nicht permanent um die Welt und verbreiteten die Erreger innerhalb von nur wenigen Tagen und Wochen auf dem gesamten Globus.

Der Philosoph Heidegger sagte, dass die Technik die Gefahren, welche sie erzeugt, wieder selbst durch Fortschritte in der Technik in den Griff bekommt und regelt. Hoffen wir darauf. Doch in der Zwischenzeit sollten wir uns alle bewusst darüber sein, welche biologischen Gefahren uns drohen könnten.

Sonneneruptionen & Elektromagnetische Impulse

Klingt nach Science-Fiction und Apokalypse, ist jedoch ein durchaus realistisches Phänomen, mit dem man rechnen sollte und was jederzeit unverhofft eintreten kann.

Technisch und wissenschaftlich korrekt ausgedrückt ist eine Sonneneruption ein „Gebilde erhöhter Strahlung innerhalb der Stratosphäre der Sonne, das durch Magnetfeldenergie gespeist wird“ – was zu sogenannten CME’s führen kann (Coronal Mass Injections).

Dies bedeutet, dass die von der Sonne abgegebene/abgefeuerte Strahlung die Erde treffen und dort die Stromnetze für Wochen oder gar Monate zum erliegen bringen kann.

Sie können sich sicher ausmalen, wie heftig dies unsere Infrastruktur und Gesellschaft treffen würde. Und dies nicht nur in einem Land oder Kontinent, sondern potentiell in mehreren Weltregionen gleichzeitig.

Der letzte bekannte CME wurde im Juli 2012 verzeichnet und hat die Erde glücklicherweise nicht getroffen (es war jedoch sehr knapp). Grund genug, um noch einmal gründlich durchzudenken, wie man autark und ohne externe Stromversorgung für eine gewisse Zeit auskommen kann.

Weitere (Horror-) Szenarien

Man möchte sich gar nicht vorstellen, was alles schief gehen kann auf dieser Welt. Darunter fallen beispielsweise atomare Bedrohungen, welche (als Nebeneffekt) elektromagnetische Impulse auslösen können.

Derzeit haben laut der website armscontrol.org folgende Staaten die Atombombe: Russland, USA, Frankreich, China, Großbritannien, Pakistan, Indien, Israel und Nordkorea.

Hoffen wir, dass alles gut geht und nicht irgendwo ein Verrückter auf die Idee kommt, diese desaströsen Waffen auf irgendeine Art und Weise einzusetzen. Denn wenn es zu solch einem Szenario kommensollte, dann hilft auch der beste Rat leider nichts mehr.



Die umfangreiche Fluchtrucksack-​Packliste

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Wasser

Wasser ist der Stoff, der uns am Leben hält. Schon nach drei oder vier Tagen ohne Wasser, sind Menschen in ernster Gefahr. Grund genug, um sich diesem Thema zuerst zu widmen.

Empfohlene Wassermenge pro Tag

Die amerikanische FEMA-Organisation – die Koordinationsstelle für Krisenvorsorge – geht von ca. 4 Litern benötigtem Wasser pro Tag und Person aus. Dies umfasst nicht nur Wasser zum Trinken, sondern auch für den grundsätzlichen Hygienebedarf. Ergo zwei Liter zum Trinken, zwei Leute zur Körperpflege.

1. Wassertanks & Co.

Wasser können sie zuhause auf vielfältige Arten und Weisen lagern, doch falls sie den notwendigen Lagerplatz haben, sollten sie sich Wassertonnen anschaffen, welche luftdicht verschlossen werden können und inwendig nicht rosten.

In solchen Tonnen können sie neben sauberem Wasser im Krisenfall auch verschmutztes Wasser einlagern, welches sie mit Hilfe eines Filtrations- bzw. Reinigungssystems später zu genießbarem Trinkwasser verwandeln können.

Alternativ eignen sich auch kleinere Wasserkanister oder ganz klassisch große Mengen an regulärem Wasser in Flaschen (teuerste Option).

TIPP

Vermeiden sie es in jedem Fall, Wasser direkt aus der Natur bzw. stehenden Quellen zu trinken. Dieses könnte auf viele verschiedene Arten verschmutzt und kontaminiert sein.

Achten sie auch darauf, dass ihr gelagertes Wasser stets frisch ist und wechseln sie dieses (ca. alle 90 Tage) bei Bedarf regelmäßig aus.

2. Bleichmittel

Oft reichen schon ein paar tote Tierchen im Wasser aus, um dieses ungenießbar zu machen. Hier kann mittels Bleichmittel schnell Abhilfe geschaffen werden: es tötet alle Bakterien und Viren im Wasser. Eignet sich zur Reinigung von Wasser, welches nicht chemisch oder radioaktiv verschmutzt ist.

Am besten sie lagern sich einige Flaschen Bleichmittel zuhause ein. Dieses können sie im Zweifelsfalle immer noch zum Putzen verwenden.

2. Handwasserfilter

Um kleine Mengen an Wasser zu reinigen eignen sich diese kleinen mobilen Helfer hervorragend. Aufgrund ihrer Größe können sie auch problemlos in einem Fluchtrucksack verstaut werden. Die folgenden drei werden immer wieder empfohlen:

1) LifeStraw: kleiner Filter, der vollständig ohne externe Stromversorgung funktioniert. Kann bis zu 1000 Liter an verschmutztem Wasser filtern.

2) Steripen: eliminiert bis zu 99,9 Prozent aller Bakterien, Vieren und sogenannten Protozoen im Wasser.

3) Katadyn: Der Mercedes unter den mobilen Wasserfiltrationssystemen: wird bei unseren Nachbarn in der Schweiz hergestellt und hat eine Filterleistung von bis zu 50.000 Litern Wasser (abhängig vom Modell).

TIPP

Legen sie sich auch einige Chlortabletten zu (z. B. von Katadyn). Diese sind sehr günstig und eignen sich besonders für die Mitnahme im Fluchtrucksack.

2. Zusätzliche Wasserquellen

Im Krisenfall sollten sie sofort alles Wasser in ihrer Wohnung oder Haus sammeln. Lassen sie z. B. alle Waschbecken und Badewannen volllaufen. Im schlimmsten Fall können sie immer noch das Wasser aus dem WC-Reservoir konsumieren.

Essen / Kochen: die Prepper-Nahrung

Menschen können bis zu einem Monat ohne Essen auskommen, sagen verschiedene Studien. Darauf sollten sie es aber besser nicht ankommen lassen und entsprechend vorsorgen:

1. Gefriergetrocknete Mahlzeiten

Die einfachste Möglichkeit, sich schnell und komfortabel mit hochwertigem und – alles in allem – schmackhaften Essen für den Krisenfall auszustatten. Via Gefriertrocknung verlieren die Mahlzeiten bis zu 90% ihres Volumens und lassen sich durch die simple Zugabe von (warmen) Wasser wieder reaktivieren und konsumierbar machen.

Hersteller wie z. B. Mountain House bieten Mahlzeiten in den verschiedensten Ausführungen und Geschmacksrichtungen an. Korrekt gelagert sind die Mahlzeiten bis zu 30 Jahre lang haltbar. Nachteil ist lediglich der vergleichsweise hohe Preis.

2. Do-It-Yourself-Vorrat

Günstiger, jedoch mitunter deutlich aufwändiger ist die Zusammenstellung eines individuellen Do-It-Yourself-Vorrats. Wichtig ist hier vor allem die ordentliche Lagerung, da sich sonst schnell Ungeziefer über ihre mühsam zusammengestellten Vorräte hermachen könnten. Abhilfe schaffen folgende Gegenstände:

– Mylarbeutel samt Vakuumiergerät

– Lebensmittelechte Plastikeimer (mittels Deckel verschließbar)

– Lagerung in Gläsern oder Plastikflaschen (z. B. Bohnen oder Reis)

TIPP

Selbst im länger anhaltenden Krisenfall ist es unserer Moral nicht besonders zuträglich, jeden Tag immer das Gleiche zu essen. Stellen sie daher sicher, dass ihr Krisenfood ein wenig abwechslungsreich ist und sie vielleicht ab und an auch mal ein Stück Schokolade gönnen.

Bedenken sie auch, dass sie das eingelagerte DIY-Food regelmäßig – abhängig vom Lebensmittel rotieren, also erneuern und austauschen müssen.

3. Vitamine

Da lang aufbewahrte Lebensmitteln über Zeit an Vitaminen verlieren und der Zugang zu frischem Obst und Gemüse wohl eingeschränkt sein könnte, sollten sie ihrer Gesundheit zuliebe auch Vitamintabletten einlagern.

So verringern sie die Chance, krank zu werden – zum Beispiel durch viel Stress, Kälte oder Nässe.

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3. Brennstoffquellen

In der Krise sollten sie in der Lage sein, es ohne Strom oder Gas warm zu haben und ihre Mahlzeiten wie gewohnt zubereiten zu können. Die erste einfache Möglichkeit der Erhitzung ist der Propangaskocher. Dies ist okay für die Überbrückung von ein paar Tagen – für ein länger andauerndes Szenario sollten sie sich jedoch auch nach Möglichkeit mit den folgenden Brennstoffquellen ausstatten:

  • Kerosin
  • Gaskartuschen & Brenner
  • Holzofen samt Holzvorrat
 

4. Vorratshaltung

Falls sie sich nicht ausschließlich mit Fertigmahlzeiten ausstatten, sollten sie die Anschaffung der folgenden Lebensmittel erwägen:

  •  Zucker: hält im Grund ewig bei richtiger Lagerung
     
  •  Salz: ist für unseren Körper überlebenswichtig und wird zur Konservierung von Essen benötigt. Hält wie Zucker bei adäquater Lagerung fast ewig.
     
  •  Honig: ein sehr guter Ersatz von Zucker und ein Mittel, welches sich gegen alle möglichen körperlichen Leiden einsetzen lässt. Zum Beispiel bei Problemen mit dem Rachen und Heiserkeit. Weiters eignet sich Honig zur Behandlung von verschiedenen Wunden und Verletzungen. Zuallerletzt schmeckt Honig auch sehr gut und ist eine ideale süße Abwechslung in der Krise.
     
  •  Reis: hat eine Lebensdauer von mehreren Dekaden und ist das ideale Krisennahrungsmittel. 
     
  •  Bohnen & andere Hülsenfrüchte: haben eine sehr lange Haltbarkeitsdauer und beinhalten sehr viel Eiweiß, sind in der Krise also vollständiger Fleischersatz.
     
  •  Pasta: eine tolle Abwechslung für den nicht sehr spannenden und nervenaufreibenden Krisenalltag. In Mylar eingepackt hält Pasta deutlich länger als die lediglich zwei Jahre in der normalen Packung.
     
  •  Milchpulver: besser als herkömmliche Milch, da in Form von Milchpulver mehr als zwei Jahre haltbar.
     
  •  Energie-Riegel: schmeckt gut, enthält Protein und liefert schnell Kalorien für den erschöpften Körper. Lässt sich auch ideal in einem Bug-Out-Bag mitnehmen.
     
  •  Kokosnussöl: ein wahres Multi-Genie, mit welchem sich ideal Fleisch anbraten lässt. Weiters hilft es auch bei Haut- und Verdauungsbeschwerden (natürliches Mittel gegen Würmer und Darmparasiten).
     
  •  Backpulver: sehr vielfältig einsetzbares Mittel, unter anderem: Kochen, Zähneputzen, gegen Sodbrennen, zum Reinigen des Haushalts, gegen Insektenstiche, etc.
     
  •  Kaffee & Grüner Tee: halten wach, sind gut für die Moral und bieten ein wenig Genuss in der Krise
     
  •  Maisstärke: hält nahezu ewig und eignet sich neben dem Gebrauch als Lebensmittel auch noch als Ersatz für ein Deodorant.
     
  •  Dosen mit Fisch & Gemüse: die absolute Grundlage ihres Nahrungsmittelvorrats. Bei guter Lagerung sind Dosen in der Regel ca. maximal fünf bis zehn Jahre lang haltbar. Denken sie auch daran, sich mehrere gute Dosenöffner zuzulegen.

​Der Fluchtrucksack - alles was Sie für den Notfall einpacken sollten

Andrew carley

In zahlreichen Krisensituationen ist es ​manchmal besser und (sicherer), aus den eigenen vier Wänden zu flüchten.​

​Egal ob es sich um eine Feuerkatastrophe, eine Überschwemmung, einen Hurrikan oder sonstige Katastrophen handelt: ein gut gefüllter Fluchtrucksack – auch Bug-Out-Bag oder Survival-Rucksack genannt – ermöglicht es ihnen, schnell und sicher ihre gewohnte Umgebung zu verlassen und die wichtigsten Dinge und Gegenstände, welche ihr Überleben sichern, dabei zu haben.

In diesem Artikel erfahren sie, um was es sich bei einem Bug-Out-Bag handelt und welche Gegenstände sie für den Ernstfall einpacken sollten.

In meinem Buch “​Fluchtrucksack” lernen sie, wie sie sich auf mögliche Krisen vorbereiten können und welche Vorkehrungen und Überlegungen sie treffen sollten.

Feuer

Wenig ist in einer Survival-Situation wichtiger als Feuer & Wärme. Idealerweise haben sie Zugang zu mehreren Arten von Feuer: 

  • Sturmsichere Streichhölzer: brennen unter allen erdenklichen Bedingungen – selbst wenn sie nass sind.
  • Feuerstahl: mit diesem lässt sich auch Feuer machen, wenn keine Streichhölzer oder Feuerzeuge zur Verfügung stehen. Ein wenig Zunder in Form von Watte oder Rinde reichen aus, um eigenständig ein Feuer zu entfachen.
  • Feuerzeuge: schaffen sie sich so viele Feuerzeuge an, wie sie nur können. Vom normalen Gasfeuerzeug bis hin zum Sturmfeuerzeug.

Kleidung

Die meisten Menschen besitzen viel mehr Kleidung, als sie benötigen. Wenn Sie sich auf einen Worst Case vorbereiten, dann lagern sie sich besser einige Kleidungsstücke ein, welche sie sonst and die Altkleidersammlung gegeben hätten. In der Krise brauchen sie alles, was sie warm und trocken hält:

  • Unterhemden
  • T-Shirts
  • Thermojacke
  • Socken
  • Schals
  • Handschuhe (in verschiedenen Ausführungen)
  • etc.

​Fluchtrucksack: Die komplette Packliste

​Jetzt hier klicken und meinen umfangreichen Artikel über den perfekten Fluchtrucksack lesen

Die meisten Menschen besitzen viel mehr Kleidung, als sie benötigen. Wenn Sie sich auf einen Worst Case vorbereiten, dann lagern sie sich besser einige Kleidungsstücke ein, welche sie sonst and die Altkleidersammlung gegeben hätten. In der Krise brauchen sie alles, was sie warm und trocken hält:

  • Unterhemden
  • T-Shirts
  • Thermojacke
  • Socken
  • Schals
  • Handschuhe (in verschiedenen Ausführungen)
  • etc.

Kaufen sie sich – wenn sie müssen – primär robuste und pflegeleichte Kleidung. Sparen sie jedoch nicht bei Unterwäsche. Letztere sollte über eine gute Aufnahmefähigkeit verfügen (kann über mehrere Tage getragen werden falls nötig). Diese Art von Unterwäsche ist gerade nicht billig.

Doch bedenken sie, dass sie womöglich tage- und wochenlang nicht die Möglichkeit haben werden, Wäsche zu waschen. Weitere Tipps & Tricks zum Thema Kleidung und Krisenvorsorge:

  • Warme Kleidung ist sehr wichtig in unseren sehr unsteten klimatischen Zeiten. Es könnte extrem kalt (oder warm) werden. Im Winter 2018/2019 wurden in Chicago zeitweilig 40 °C unter Null gemessen.
  • Für den Kriseneinsatz empfehle ich Jeans, warme Flanellhemden, lange Unterhosen, lange Wollsocken und warme Mützen. Bei Jacken sollten sie sich eher für Modelle mit Knöpfen verlassen, als auf Modelle mit Reißverschluss, da sich letztere bei Kälte nur schlecht schließen lassen und schneller entzwei gehen.
  • Erstellen sie sich eine Inventarliste ihrer Kleider. So wissen sie zu jedem Zeitpunkt, wieviel Klamotten sie zur Verfügung haben.
  • Vergessen sie die aktuelle Sommer- und Wintermode. Die Kleidung muss haltbar sein und sie wärmen. Um haute couture geht es hier nicht.
  • Nähen: Beginnen sie schon jetzt damit, ihre Kleidung selbst zu flicken und auszubessern. Die meisten modernen Menschen können dies heutzutage nicht mehr. Doch in einer Krise können sie nicht davon ausgehen, dass sie sich Klamotten im Einkaufszentrum kaufen können. Dann müssen sie mit den Klamotten auskommen, die sie eingelagert haben. Und diese müssen ab und an geflickt werden. Lernen, sie wie man von Hand näht. Denn wer weiß, ob im konkreten Fall Strom vorhanden ist, mit dem man diese betreiben kann.

Weitere wichtige Kleidungsgegenstände, die sie einlagern sollten:

Zehen- und Handwärmer 

Diese Gadgets schützen Finger und Zehen, so dass diese weiter beweglich bleiben. Es ist wichtig sich um diese Körperteile gut zu kümmern, da diese immer zuerst erfrieren bei sehr niedrigen Temperaturen.

Überlebenshandschuhe 

Sie müssen um jeden Preis – vielleicht mehr als alles andere – ihre Hände schützen. Diesen drohen alle möglichen Gefahren: Kälte, Schnitte, Splitter, Bruchstücke, Verbrennungen, Quetschungen, Kontakt mit Säuren und noch mehr.

Außerdem kann eine Infektion an einem Fingerknöchel im schlimmsten Fall tödlich enden. Antibiotika oder medizinische Hilfe gibt es vielleicht nicht. Einige der eingelagerten Handschuhe sollten ihre Hände wärmen und ihnen gleichzeitig erlauben, gut mit Gegenständen hantieren zu können – zum Beispiel Werkzeug. 

Schuhe 

Ihre Füße sind mindestens so wichtig wie ihre Hände. Wählen sie feste und hochwertige Wanderschuhe oder Stiefel. Gute Modelle halten für viele Jahre und lassen sie sicher durch den Alltag laufen, ohne dass sie abrutschen und sich z. B. den Fuß verstauchen.

Zudem brauchen sie in Notfallsituationen alles, aber keine Blasen an den Füßen oder geprellte Knöchel.

Nicht umsonst tragen Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte sehr festes Schuhwerk.

Mützen 

In kalten Umgebungen benötigen sie sehr warme Mützen. Je nach Klima, Umgebung und Situation – zum Beispiel wenn sie sich länger in einer sehr kalten Umgebung aufhalten – könnte sich sogar der Kauf einer Skimaske lohnen, da diese das gesamte Gesicht abdeckt und so auch ihre Ohren, Nase und Gesichtshaut schützt.

Regenponcho

Der Poncho mit Kapuze schützt sie bei starken Regenfällen und verhindert die Abkühlung ihres Körpers durch Nässe. Eine Studie der Universität Princeton kam zum Schluss, dass sich der Wärmeverlust des Körpers bei nasser Kleidung um das Fünffache erhöht.

Ein guter Poncho hält zuverlässig Wasser ab und lässt sich auf kleinem Raum verstauen. Er sollte über eine Kapuze verfügen und sehr belastbar sein. Hochwertige Modelle kosten ein wenig Geld, es lohnt sich jedoch, in Qualität zu investieren.

Obdach / Schlafen / Wärme

Sie leben in Deutschland, Österreich oder der Schweiz? Dann müssen sie sich wohl oder übel überlegen, wie sie in den kalten Monaten des Jahres ihre vier Wände heizen können.

Und gehen sie bei ihren Planungen nicht davon aus, dass sie einfach den Heizlüfter via Strom betreiben, wenn z. B. die Gasheizung ausfällt. Gehen sie davon aus, dass nichts mehr wie gewohnt funktioniert. Dann sind sie organisatorisch und strategisch auf der richtigen Seite des Flusses.

Propan- und Butangas & Kerosin

Propan- oder Butangas muss in Flaschen gelagert werden. Das verbraucht Platz, ist ein Sicherheitsrisiko und außerdem in der Anschaffung teuer. Dennoch können und sollten Sie sich mit Gas oder auch Kerosin bevorraten und einen entsprechenden Ofen anschaffen, doch es gibt hierzu weitere Alternativen, die wir uns anschauen wollen. Prinzipiell geht es darum, auch mehrere kalte Winter zu überstehen.

In Gegenden mit kalten Jahreszeiten müssen Sie daran denken, wie Sie über Monate heizen können. Strom haben Sie wahrscheinlich keinen zur Verfügung, Propan- oder Butangas muss in Flaschen gelagert werden. Das verbraucht Platz, ist ein Sicherheitsrisiko und außerdem in der Anschaffung teuer.

Dennoch können und sollten Sie sich mit Gas oder auch Kerosin bevorraten und einen entsprechenden Ofen anschaffen, doch es gibt hierzu weitere Alternativen, die wir uns anschauen wollen. Prinzipiell geht es darum, auch mehrere kalte Winter zu überstehen. 

4.1 Verwendung eines Holzofens

Nicht immer wird es möglich sein, einen Holzofen einzusetzen, dennoch wäre er die beste Option. Daher wollen wir uns diese Möglichkeit zuerst anschauen. Holzöfen gibt es schon seit Menschengedenken, dennoch entwickeln sie sich weiter. Neue, sehr effiziente Modelle beheizen mit relativ wenig Holz ganze Häuser. Gleichzeitig lassen sich diese Öfen für die Zubereitung von Essen nutzen. Jeder Prepper wünscht sich daher, einen Holzofen und dazu sehr viel gutes Brennholz zu besitzen. Wer an einem Wald wohnt oder auf dem eigenen Grundstück viele Bäume hat, wird sich auf jeden Fall für diese Variante entscheiden. 

4.2 Wärme aus alternativen Energiequellen​

Wir gehen bei einem Worst Case Szenario immer davon aus, dass es keinen elektrischen Strom aus dem Netz gibt. Wenn gleichzeitig kaum Holz zur Verfügung steht und der Holzofen daher keine passende Option ist, gibt es eine Reihe von alternativen Energiequellen für die Heizung des Hauses. Wir wollen nicht alle dieser Energiequellen nennen, das würde den Rahmen dieses Survival-Guides sprengen. Stattdessen listen wir an dieser Stelle nur die bekanntesten und beliebtesten auf. Entscheiden Sie selbst, welche Variante zu Ihrer Umgebung und Ihren Ressourcen gut passen könnte. 

  • Wasserkraft durch ein Wasserrad, falls ein fließendes Gewässer in der Nähe ist
  • Solarenergie (Solarthermie und Fotovoltaik)
  • Biogasgenerator
  • Windkraftanlage
  • Fahrradgenerator

Es handelt sich zum Teil um DIY-Energiequellen wie beispielsweise das Wasserrad oder der Fahrradgenerator. Sie brauchen hierfür nur einen Generator und können sich dann das Antriebsrad bzw. die Verbindung zwischen Antrieb und Generator selbst bauen.

Jede dieser Quellen hat bestimmte Vor- und Nachteile. Wichtig könnte sein, ob die Energievariante auf ein großes System skalierbar ist. Das ist dann bedeutsam, wenn Sie plötzlich eine größere Gruppe von Menschen mit Wärme und Strom versorgen müssen.

Wenn Sie sich im Vorfeld schon vorstellen können, wie Ihre Situation im Katastrophenfall aussehen könnte, werden Sie sich leichter dafür entscheiden, ob Sie in ein großes System investieren oder sich für eine kleinere dedizierte Anwendung entscheiden. Die genannten Systeme können bei entsprechender Auslegung jeweils gleichzeitig für Strom und Wärme sorgen. 

4.3 Notfallschlafsack

Es könnte durchaus passieren, dass Sie keine Möglichkeit haben, eine eigene Wärme- und Stromversorgung aufzubauen. In diesem Fall müssen Sie sich vor Temperaturverlust schützen. Die letzte Option ist dann ein Notfallschlafsack. Diesen benötigt jedes Familienmitglied. Gerade nachts ist die Gefahr sehr groß, im Schlaf extrem zu unterkühlen.

​Der Notfallschlafsack ist daher ein unerlässliches Überlebensinstrument, wenn Sie tatsächlich nicht heizen können. Vielleicht sollten Sie ihn auf jeden Fall beschaffen. Notfallschlafsäcke sind so beschaffen, dass sie die Körperwärme wirklich sehr gut speichern. Menschen, die im Winter im Freien schlafen, nutzen ebenfalls solche Schlafsäcke. Sie sind den traditionellen Schlafsäcken aus Baumwolle oder Synthetik überlegen. 

Diese geben zwangsläufig Wärme an die Umgebung ab, sodass der Schläfer im Laufe der Zeit unweigerlich auskühlt. Der Notfallschlafsack hingegen – ein sogenanntes Tact Bivvy – kann durch sein Material, das für die Raumfahrt entwickelt wurde, bis zu 90 % Ihrer Körperwärme bei Ihnen halten. Das reicht sogar für Übernachtungen bei starken Minusgraden. 

4.4 Kleinere Hilfsmittel für die Energieerzeugung

Wir haben die größeren alternativen Energielösungen genannt, doch es gibt auch kleinere, sehr nützliche Setups. Diese verbrauchen wenig Platz und sorgen für etwas Strom, den Sie schnell, aber nur vorübergehend brauchen.

4.4.1 Solarladegerät

Schon länger gibt es am Markt relativ kleine tragbare Solarmodule, die erstaunlich viel Energie aus dem Sonnenlicht generieren. Manche Menschen schließen diese in Reihe zusammen und können damit und mit einer größeren Solaranlage auf dem Dach energetische Autarkie erzeugen. Manche dieser Geräte sind etwas teurer, doch ihre Anschaffung kann sich lohnen.

Investieren Sie beispielsweise in einen PowerBank Solar Charger, dann liefert dieser Strom für all Ihre Werkzeuge und Geräte, die Sie im Katastrophenfall besonders dringend brauchen und von denen viele nur mit Strom funktionieren. Das könnten eine Bohrmaschine und eine elektrische Säge, ein Computer, ein Radio, Akkus für die Beleuchtung und Walkie-Talkies sein. Auf einige dieser Dinge werden Sie sehr dringend angewiesen sein, um den Kontakt zur Außenwelt herzustellen, andere brauchen Sie für Ihre Versorgung.

Hygiene / Gesundheit

Im Katastrophenfall können sie nicht davon ausgehen, permanent Zugang zu einem Arzt samt Ausrüstung und Medikation zu haben. Es ist daher ihr Job, sich so gut wie möglichst in diesem Bereich selbst zu bilden und sich das richtige Equipment zuzulegen.

Die absolute Grundlage sind mehrere Erste-Hilfe-Kästen. Darüber hinaus sollten sie an die folgenden Machen sie sich darüber hinaus sollten sie an die folgenden Hygiene- und Medizinartikel denken:

Medikamente

Die meisten Menschen holen sich ihre durchgängig benötigten Medikamente – wie z. B. die Pille für die Frau – regelmäßig aus der Apotheke und haben nur einen vergleichsweise kleinen Vorrat davon zu Hause.

Im Katastrophenfall gibt es jedoch möglicherweise keinen netten Apotheker von Nebenan mehr, der sie zuverlässig und vergleichsweise günstig mit den benötigten Medikamenten versorgt. 

Grund genug, um bereits jetzt damit zu beginnen, Vorräte anzulegen – was jedoch eine echte Herausforderung sein kann: einige Medikamente bekommen sie nur per Rezept, andere wiederum haben nur eine geringe Haltbarkeitsdauer und müssen in kurzen Abständen ersetzt werden.

Versuchen sie daher, sich aus ihrem normalen „Medikamentenzyklus“ wann immer möglich einige Tabletten abzuzweigen. Analog zu Lebensmitteln sollten sie auch ihre Medikamente rotieren: dies bedeutet, dass sie immer die ältesten Medikamente zuerst aufbrauchen.

Sprechen sie auch mit ihrem Arzt über ihr Vorhaben. Möglicherweise ist er oder sie bereit, ihnen ausnahmsweise eine größere Menge an Medikamenten zu verschreiben.

Antibiotika

Vor der Erfindung von Antibiotika konnten bereits kleine körperliche Infektionen zum Tode führen. Dies ist heutzutage Gottseidank kein Grund zur Sorge mehr.

Dieses Wundermedikament gehört in jeden Krisenvorsorge-Vorrat. Aufgrund der streng kontrollierten Verschreibungsmengen ist es jedoch kompliziert, es zu horten. Auch hier könnte sich ein vertrauensvolles Gespräch mit ihrem Arzt lohnen.

Verbandsmaterial

Ist in jedem Verbandskasten enthalten und hat eine sehr lange Lebensdauer. Denken sie auch daran, ausreichend Pflaster und andere Arten von Verbänden zu kaufen.

Labello

Eignet sich zur Lippenpflege und schützt diese speziell bei sehr niedrigen Temperaturen vor dem Austrocknen. Erhöht auch die Brenndauer von Zunder (wenn man damit Watte behandelt).

​Fluchtrucksack: Die komplette Packliste

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Erste-Hilfe-Handbücher

Das Vorhandensein von Erste-Hilfe-Material ist die absolute Grundlage. Sie sollten jedoch idealerweise auch wissen, wie man damit umgeht. Die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs ist daher wärmstens zu empfehlen. Da selbst Ärzte manchmal Dinge vergessen oder nachschlagen müssen, sollten sie sich mit den gängigen Bücher zum Thema Survival-Medizin eindecken. Am besten in Papierform, da sie für diese – so weit sind wir mittlerweile technisch schon fortgeschritten – keine Batterien und Akkus benötigen.

Orthopädische Bandagen & Tapes

Taping kommt nicht nur für Profisportler à la Sebastian Schweinsteiger in Frage, sondern hilft auch ganz normalen Menschen dabei, sich nach einer Verletzung wieder schmerzfrei und sicher bewegen zu können.

Pflaster

Zur Versorgung kleiner Schnittwunden und zur Verhinderung von Infekten. Ist sehr lange haltbar. Je mehr sie davon bevorraten können, desto besser.

Schmerzmittel

Hilft bei einer Vielzahl an Schmerzbeschwerden und kann in jeder Apotheke oder Drogeriemarkt rezeptfrei erworben werden. Achten sie darauf Tabletten zu kaufen, die möglichst lange haltbar sind.


Vaseline

Heilt aufgesprungene und raue Lippen, lindert Hautausschläge und verleiht trockener Haut wieder neue Kraft. Weitere Anwendungsmöglichkeiten:

  • Einölen und Schmieren von Metallteilen, Werkzeug, etc.
  • 
Handwaschmittel – speziell für hartnäckige Verschmutzungen wie Öl

  • Lederpflege: verleiht der Tierhaut wieder einen neuen Glanz und imprägniert sie gegen Wasser

  • ​Zunder-Optimierung: wenn Watte mit Vaseline behandelt wird, brennt dieser Zunder deutlich länger

  • Notfall-Rasierschaumersatz

  • Blutgerinnungsschwamm (Quick Clot)
Hilft, Blutungen zu stoppen (wenn er auf eine Wunde gedrückt wird).

Sekundenkleber


Zum Fixieren eines Verbandes oder eine Reihe vieler anderer, handwerklicher Arbeiten.

Medizinischer Alkohol / Pads

Wunden sollten schnellstmöglich mit medizinischem Alkohol sterilisiert werden  – zum Beispiel via eines Pads.

Wasserstoffperoxid

Eignet sich analog zu Alkohol zum Säubern und Desinfizieren von Wunden.

Kondome & Anti-Baby-Pille

Egal wie es um die Welt steht: geschnackselt wird immer. Verlassen sie sich nicht darauf, dass sie die Anti-Baby-Pille wie gewohnt in regelmäßigen Abständen beim Apotheker ihres Vertrauens abholen können und legen sie sich einen Vorrat an. Kondome sind ca. 4 Jahre lang haltbar und eignen sich neben dem Verhüten von Schwangerschaften für eine Vielzahl an Survival-Funktionen – unter anderem:

  • Wasserbehälter (bis zu 4 Liter Wasser passen in ein Kondom, ohne das es platzt!)

  • Spannelement für Steinschleudern (kein Witz!)

  • Erste Hilfe: deckt Wunden ab und schützt sie vor Schmutz und Bakterien / eignet sich im Notfall auch als Ersatz für medizinische Latex-Handschuhe

  • Feuer anzünden: Kondome brennen super gut und eignen sich daher ideal als Zunder

  • Schutz vor Wasser und Feuchtigkeit: hüllen sie ihr Handy,  Zunder oder Streichhölzer in ein Kondom

  • Notfallsocken- und Mütze: schon ein wenig weit ausgeholt, doch im absoluten Notfall können Kondome auch temporär Socken und Kopfbedeckung ersetzen.


Ersatzbrillen & Kontaktlinsen

Sie oder Mitglieder ihrer Familie sind auf eine Brille angewiesen? Dann sollten sie pro Brillenträger mindestens eine Ersatzbrille zur Verfügung haben. Bei Kontaktlinsengebrauch ist die Empfehlung, sich einen Vorrat für mindestens sechs Monat anzulegen.

Tourniquet

Tourniquet bedeutet aus dem Französischen übersetzt “Drehkreuz” und wird im deutschsprachigen Raum gemeinhin als Aderpresse bezeichnet.

Diese medizinische Vorrichtung ist eine Art starker Druckverband, der Blutungen stoppen kann.

Wattestäbchen 
Befreien Ohren und andere Zwischenräume von Schmutz und haben viele Anwendungen im medizinischen Bereich. Beispielsweise wenn sie nur eine kleine Menge an Salbe auf eine bestimmte Körperstelle auftragen möchten. Auch ideal als Zunder geeignet.

Handdesinfektionsmittel

Tötet 99,9999 Prozent aller Bakterien und Keime ab. Speziell wenn sauberes Wasser knapp und ihre Umgebung potentiell schmutzig ist, wird die Handdesinfektion immer wichtiger. Aufgrund des hohen Alkoholgehaltes eignet sich Handdesinfektionsmittel auch als Deodorant-Ersatz.

Seife

Der Hygiene-Alleskönner im Bereich Körperpflege. Am besten sind möglichst pH-neutrale Seifen ohne Duftstoffe. Seife hat quasi kein Verfallsdatum und kann daher besten Gewissens in größeren Mengen gekauft und bevorratet werden.

Rasierklingen

Selbst wenn heutzutage viele Männer Bart tragen, möchte nicht jeder in der Krise wie ein Holzfäller herumlaufen. Glücklicherweise werden Rasierklingen mit der Zeit nicht schlecht und lassen sich in großer Zahl auf auf kleinem Raum verstauen.


Mundhygiene


Denken sie schon jetzt an die Zukunft und stellen sicher, dass ihre Zähne stets in bester Gesundheit sind. So vermeiden sie, dass sie bei akuten Problemen in Krisenzeiten (erfolglos) einen Behandler aufsuchen müssen. Lagern sie sich einen ordentlichen Vorrat an Standard-Ersatzzahnbürsten ein und denken sie auch an genügend Zahnpasta und Zahnseide.

Frauenhygiene

Ein Vorrat an Tampons oder Binden ist zu empfehlen.

Toilettenpapier

Wird immer benötigt und – sofern genug Platz vorhanden ist – sollte in großen Mengen eingelagert werden. Eignet sich auch für verschiedenste Hygieneanwendungen, in der Küche und zum Putzen.

TIPP – Befreunden Sie einen Arzt, Apotheker & Krankenschwester

Wir sind – auch wenn wir noch so viele Vorräte und Gegenstände in unseren Katakomben lagern haben – als Menschen immer auch von der Hilfe von Freunden, Nachbarn und anderen Personen abhängig.
Überlegen sie sich schon daher schon heute, wem sie etwas Gutes tun könnten.

Wenn unter diesen Personen Ärzte, Apotheker, Krankenschwestern oder sonstige Experten sind, dann umso besser! Gehen sie in Vorleistung und profitieren sie zu einem späteren Zeitpunkt davon, dass sie diese Personen schnell und unkompliziert kontaktieren können. Dies ist keine Manipulation oder Networking. So funktioniert unsere Zivilisation: Ich helfe dir, Du hilfst mir.

Bedenken sie auch, dass sie das eingelagerte DIY-Food regelmäßig – abhängig vom Lebensmittel rotieren, also erneuern und austauschen müssen.

Kommunikation

Gehen sie besser nicht davon aus, dass ihr Mobiltelefon in einer Krise wie gewohnt benutzen können.
Selbst wenn die Mobilfunknetze eigentlich funktionieren, sind diese aufgrund des erhöhten Kommunikationsaufkommens so wahrscheinlich so überlastet, dass effektiv nichts funktioniert. In solchen Fälle eignen sie die althergebrachten Kommunikations- und Informationsmethoden wie z. B. Radio, TV, CB-Funk, Walkie-Talkies, Festnetz oder gar Amateurfunk.

Grundsätzlich gilt: je mehr Sende- und Empfangstools sie zur Verfügung haben, desto besser. Denn sie können nie im Voraus wissen, welches Kommunikationsmittel ausfallen bzw. funktionieren wird, wenn es darauf ankommt.

Mit den folgenden Geräten kommunizieren sie im Krisenfall mit anderen Menschen bzw. bleiben auf dem aktuellen Stand der Lage:

Kurbelradios


Kurbelradios sind – wie der Name schon sagt – mit einer eingebauten Kurbel am Gerät ausgestattet, welche einen kleinen Stromgenerator antreibt. Dies bedeutet, dass diese Geräte völlig autonom und ohne externe Stromversorgung funktionieren. Hybridmodelle und lassen wahlweise per Kurbel oder regulärem Strom (Batterie, Netzadapter, etc.) betreiben. Empfangsmäßig abgedeckt ist in der Regel der AM-, FM- und NOAA-Digitalbereich.

Tipp am Rande: Der AM-Frequenzbereich – zwischen 526,5 und 1.606,5 kHz (die sogenannte Mittelwelle) – funktioniert selbst nach einer radioaktiven Verstrahlung der Umwelt. Der UKW-Bereich nicht.

Der Empfang über Mittelwelle ist besonders spannend, da sie selbst Signale aus fernen Ländern damit potentiell empfangen können. Dies funktioniert, da die Signale von der Stratosphäre reflektiert und ergo um den ganzen Globus geschickt werden (UKW-Funk endet am Horizont). Das Learning für sie: legen sie sich ein Gerät zu, welches auch Mittelwelle empfangen kann.

In Mittelwelle-Frequenzbereichen setzen Militärs regelmäßig Morsenachrichten ab. Diese sind in der Regel verschlüsselt und helfen ihnen daher nicht wirklich weiter. Im Krisenfall könnte es jedoch vorkommen, dass dort ausnahmsweise frei kommuniziert wird und sie wertvolle Informationen erhalten.

Wenn gar nichts mehr geht, könnten auch Morsezeichen über die Funknetze versendet werden. Selbst im 21. Jahrhundert lohnt es sich daher, sich mit den Grundlagen des Morsealphabets auseinander zu setzen.

​Funksprechgeräte (PMR)

Diese Geräte sind klein, handlich und im Set für meist unter 100 Euro zu erhalten. Sie eignen sich ideal für Situationen, wo sie beispielsweise mit einer Gruppe von Leuten unterwegs sind und diese außer Sichtweite geraten. Bedenken sie jedoch stets, dass jeder (mit den richtigen Geräten) ihre Kommunikation mithören kann.

CB Funkgeräte

Heutzutage nutzen fast nur noch LKW-Fahrer diese Art der Kommunikation, welche sich ideal dazu eignet, Entfernungen von ca. fünf bis 20 Kilometern zu überbrücken.

Kaufen können sie entweder ein stationäres Gerät für Zuhause, für ihr Auto oder ein mobiles Handfunkgerät (sind meist schwerer und massiger sind als „moderne“ PMR-Modelle).
Je nach Modell haben sie 40 oder 80 Kanäle zur Verfügung, auf denen sie sich mit anderen Menschen austauschen können. Jeder kann also mithören.

Amateurfunk


Hier wird eine Sendetechnik benutzt, die hauptsächlich auf den Mittelwellenbereich (sehr hohe Reichweiten) ausgerichtet ist und für den Krisenfall daher sehr relevant ist. Um die eher komplexen Amateurfunkgeräte richtig bedienen zu können, benötigen sie ein gewisses technisches Grundverständnis. In der Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen sie eine Amateurfunkprüfung ablegen, um auf diesen Frequenzen legal kommunizieren zu dürfen.

Festnetztelefon

Insbesondere viele junge Menschen haben heute nur noch ein Mobiltelefon und keinen Festnetzanschluss mehr. Sollte das Mobilnetz ausfallen, könnte es durchaus vorkommen, dass das Festnetz noch bestens funktioniert. Daher: je mehr Optionen sie zur Verfügung haben, desto besser.

​Mobiltelefon

Denken sie darüber nach, wie sie ihr Mobiltelefon laden werden, wenn kein Strom mehr aus der Steckdose kommen sollte. Solarladegeräte, Kurbellader oder mehrere gut geladene Powerbanks sind für kleinere Gadgets wie Smartphones durchaus ausreichend.

Neben der Telefonfunktion (falls sie funktioniert) können sie mittels ihrem Telefon auch navigieren (GPS – falls es funktioniert). 

Zudem bietet ihr Mobiltelefon ihnen eine Reihe an zahlreichen anderen Funktionen, die ihnen durch den selbstverständlichen täglichen Umgang mit dem Gerät gar nicht mehr richtig bewusst sind – zum Beispiel das Telefonbuch samt wichtigen Adressen.

Werkzeuge/Tools

Die besten Maschinen nutzen ihnen im Krisenfall nichts, wenn sie keinen Zugang zu Strom oder Benzin haben, um diese zu betreiben.

Je mehr „Old-School-Werkzeug“ sie daher zur Verfügung haben – welches ohne externe Energieversorgung funktioniert – desto besser:


Draht

Mit Draht lassen sich eine ganze Reihe von Reparaturen – zumindest notdürftig – durchführen. Zum Beispiel die Reparatur eines Zaunes, von Maschinen, Möbeln, Fixierung von Rohren und Leitungen, etc.

Kabelbinder

Eignen sich für eine schier endlose Zahl an Reparaturen und Anwendungen. Am besten in verschiedenen Längen und Breiten kaufen.

Müllsäcke

Ein Artikel mit einer schier unendlichen Zahl an Nutzungs- und Einsatzmöglichkeiten. Hier ein Auszug:

  • Schutz von Gegenständen vor Nässe (z. B. Kleidung, Elektrogeräte, etc.)
  • Notfallschlafsack (bei warmen Außentemperaturen)

  • Schutz von Wunden vor Nässe und Schmutz

  • Sammeln von Regenwasser

  • Transport von Wasser

  • Lagern von Wasser (z. B. direkt nach einer Krise via Wasserhahn möglichst viel Wasser sammeln)

  • Duschen (man hängt den mit Wasser gefüllten Sack in die Sonne und sticht ein oder mehrere Löcher hinein)

  • Sonnen- und Wetterschutz (für z. B. Errichtung eines Unterschlupfs im Wald)

  • Matratze (mehrere Müllsäcke mit Laub befüllen)

  • Notfall-Kissen (nur mit Luft oder Laub befüllt)

  • Notfallwaschmaschine (Sack mit Wasser und Seife füllen, dann Kleidung darin kneten)

  • Dachreparatur​
  • Schutz von Pflanzen vor niedrigen Temperaturen

  • Schutz von Lebensmitteln (mehrere ineinandergestülpte Säcke halten Insekten und andere Tiere fern wenn der Kühlschrank ausfällt)

  • Als Teller (Tüte über den Innenraum eines Huts ziehen und mit Essen füllen)
 Stifte und Papier
​

Schaufeln / Spaten


Gehören in jede Prepper-Grundausrüstung: zum Ausheben von Gräben, Latrinen oder Vorratsgruben oder zum Pflanzen von Bäumen. Der verletzlichste Teil einer Schaufel ist der Stiel. Besorgen sie sich deshalb mehrere Ersatz-Stile und lagern sie diese ein.

Neben Schaufeln für den klassischen Gartengebrauch könnten sie sich ggfs. auch mehrere Schnee- und Handschaufeln zulegen.

(Überlebens)-Messer


Neben hochwertigen Schuhen gehört das Überlebensmesser (und Messer generell) zu den wichtigsten Gegenständen im Krisenfall. Akzeptable Modelle – zum Beispiel von der Marke Mora – sind bereits ab ca. 20 Euro erhältlich.

Je mehr Messer sie besitzen und an strategisch wichtigen Orten deponieren, desto besser.
Denken sie bitte daran, dass in Deutschland nur Modelle mit einer maximalen Klingenlänge bis 12 cm legal zu führen sind. 12 cm Klinge sollten – außer sie haben umfangreiche Rambo- oder Crocodile Dundee Ambitionen – für den Normalbürger auch mehr als ausreichend sein.

Damit ihre Messer auch durchgehend scharf und einsatzbereit sind, benötigen sie zudem einen hochwertigen Messerschärfer.


 

Zangen, Schraubenschlüssel, Schraubstock, Schraubenzieher, etc.


Einige der genannten Werkzeuge werden sie wahrscheinlich bereits zu Hause haben. Über Zeit sollten sie ihre „Sammlung“ möglichst komplettieren, damit sie im Krisenfall alles Nötige beisammen haben und nichts extra zukaufen oder von anderen Leuten leihen müssen. Ein Schraubstock (zur Fixierung von Werkstücken) hilft bei einer Vielzahl an Arbeiten.

Säge

Ist ein wertvolles Tauschmittel während länger anhaltenden Krisen. Da sich die Sägeblätter über Zeit durch den Gebrauch abnutzen, lohnt es sich, einen kleinen Vorrat anzulegen.

Beile und Äxte


Um Holz effizient zu zerteilen, benötigen sie gute Beile und Äxte – idealerweise in mehreren Größen und Ausführungen. Hier die verschiedenen Typen samt ihrer Anwendungen:

  • Beil: Baum zu Fall zu bringen

  • Große Säge: Zerteilung des Stammes in handliche Stücke

  • Spaltaxt: Schlagen von passenden Stücken für den heimischen Ofen


Es macht Sinn, bereits vor der Krise zu lernen, wie man sicher und effizient einen Baum fällt und das Holz weiterverarbeitet.

Schrauben, Nägel & Schrauben

Am besten in dutzenden von Varianten und Ausführungen kaufen, da diese für fast alle handwerklichen Arbeiten benötigt werden.


Handpumpe

Zum Aufpumpen von Autoreifen, aufblasbaren Matratzen, Schlauchbooten, etc. Die Pumpe sollte möglichst viele Adapter haben, damit sie möglichst viele Arten von Gegenständen damit aufblasen bzw. mit Luft befüllen können.

 

Zahlungsmittel

Bargeld

Gehen sie besser nicht davon aus, dass sie nach Eintritt einer Krise (z. B. Stromausfall) ohne Probleme Bargeld vom Geldautomaten um die Ecke bekommen.

Dieser könnte bereits entweder geplündert oder leer sein oder aufgrund eines Stromausfalls nicht mehr funktionieren. Mit der Kredit- oder EC-Karte werden sie in Geschäften womöglich auch nicht mehr bezahlen können.

Cash ist daher King. Wieviel? Je mehr, desto grundsätzlich besser. Neben Euros sollten sie auch ein paar andere internationale Währungen beimischen – zum Beispiel US-Dollar und Schweizer Franken. Hier drei weitere Tipps zum Thema Bargeld:

  • Lagern sie genug Bargeld zuhause, um mindestens einen Monat ohne einen Besuch am Geldautomaten auszukommen. Der Betrag ist von ihrem persönlichen Lebensstil und ihrer Familiengröße abhängig: einige Leute benötigen daher 500€, andere 10.000€

  • Einige der Scheine sollten größer sein – zum Beispiel 100€-Scheine. Die Mehrzahl sollte jedoch in kleineren Scheinen vorgehalten werden, z.B. 10€ und 20€. So müssen sie sich beim Kauf von kleineren Artikeln und Gegenständen nicht darauf verlassen, dass ihr Gegenüber ausreichendes und passendes Wechselgeld mit sich führt.

  • Verstauen/lagern sie nicht ihr gesamtes Geld an einem einzigen Ort, sondern verteilen sie es im ganzen Haus. Zum Beispiel im Keller, sprichwörtlich unter dem Kopfkissen oder in einem kleinen Safe.


Tauschmittel

Sie sollten möglichst viele Gegenstände einlagern bzw. besitzen, die einen echten Wert darstellen und im Krisenfall begehrte Tauschmittel sind. Zum Beispiel:

  • Alkohol

  • Zigaretten

  • Taschenmesser

  • Edelmetalle

  • Batterien

  • Feuerzeuge

  • Kaffee

  • etc.

Edelmetalle

Egal wie man dazu steht – Gold und Silber haben ihren Wert als Zahlungsmittel seit tausenden von Jahren nachweislich gut gehalten – was man über die Währungen leider nicht sagen kann.

Im Schnitt haben letztere eine Lebensdauer von ca. 70 Jahren, bis sie durch eine andere ersetzt werden (meist mit signifikantem Wertverlust).

Haussicherheit

In Krisenzeiten kann es besonders wichtig sein, ihr Haus bzw. Wohnung gegen Eindringlinge und Schäden zu sichern. Die folgenden Tipps, Ideen und Maßnahmen erhöhen ihre Sicherheit auch in normalen Zeiten:

Installation von einbruchssicheren Fenstern und Türen

Ist teuer und nicht für jeden umsetzbar – zum Beispiel wenn ihr Vermieter nur sehr wenig Motivation zeigt, viel Geld in neue Fenstern und Türen zu investieren. Je schwerer sie es Einbrechern jedoch machen in ihr Haus oder Wohnung zu kommen, desto sicherer sind sie und ihre Besitztümer. Verstärken sie falls möglich auch die Türrahmen.


Schlüssel immer bei sich tragen

Viele Leute haben stets einen Ersatzschlüssel unter der Fußmatte oder im Blumenkasten versteckt. Das mag sehr praktisch sein, doch besonders intelligent und sicher ist dies leider nicht.

Deponieren sie lieber einen oder mehrere Schlüssel bei Nachbarn, Freunden oder Bekannten. Denken sie auch daran, dass ihr Schlüsselbund neutral aussieht, was bedeutet, dass kein großes Schild mit ihrem eingravierten Familiennamen oder gar Adresse daran baumeln sollte.


Notschutzraum/Panic Room

In diesem Raum können sie sich zurückziehen, wenn jemand z. B. in ihr Haus einbricht. Von dort aus können sie entsprechend die Polizei verständigen und sind – sofern der Notschutzraum korrekt konzipiert wurde – sicher vor externen Bedrohungen.


Diskretion

Vermeiden sie es, mit ihren Besitztümern zu prahlen und teilen sie nicht Gott und der Welt mit, dass sie ihre teure Münzsammlung unter ihrem Bett lagert.

Das Gleiche gilt auch für Posts in den sozialen Medien. Besonders bei sehr reichen Menschen kann dies (speziell durch die Posts derer Kinder) zu einem bedeutenden Sicherheitsrisiko werden.

Zäune und Hecken

Schränken die Sicht auf ihr Grundstück ein und errichten sie somit eine erste wichtige Barriere für potentiellen Eindringlinge. Ein wenig hübscher für das Auge, dafür jedoch deutlich aufwändiger zu pflegen, sind Hecken. Folgende Gewächse eignen sich sehr gut:

  • Gewöhnliche Berberitze

  • Himbeere (Rubus idaeus)

  • Feuerdorn-Arten
  • Mahonien-Arten (Mahonia aquifolium und Mahonia bealei)

  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

  • Schlehdorn (Prunus spinosa)

  • Weißdorn (Crataegus monogyna)


Nachbarschaftshilfe

Heutzutage leben wir besonders in Städten sehr eng auf-, unter- und nebeneinander. Mit den Nachbarn kommuniziert man jedoch komischerweise oft nur mittels einem schnellen Kopfnicken und „hallo“ wenn man sich im Treppenhaus sieht. Obwohl man oft schon seit viele Jahren unter einem Dach wohnt.

Gute Kontakte zu Nachbarn haben noch nie geschadet. In Krisenzeiten kann die gegenseitige Hilfe mit Rat, Tat, Lebensmitteln und Werkzeug von mitunter ihr Leben retten.
Machen sie sich die Mühe und lernen sie ihre Nachbarn – sofern dies noch nicht geschehen ist – besser kennen. Kleine (regelmäßige) Gefallen und Geschenke machen aus Fremden oft in kurzer Zeit Freunde und Bekannte.

Im Leben kommt alles irgendwann einmal zurück – und sie wissen nie, wann sie dringend einmal einen Gefallen benötigen.

Wachhund

Der beste Freund des Menschen ist bekannterweise der Hund – auch oder besonders während einer Krise. Neben der emotionalen Komponente als verlässlicher Freund, der keine Fragen stellt, erhöhen Hunde effektiv ihre Sicherheit. Sehr verlässliche Wachhund-Rassen sind beispielsweise der Deutsche Schäferhund und Rottweiler. Auch verschiedene Jagdhunde-Rassen eignen sich als solide Begleiter für den Alltag und die Krise.

Denken sie daran, dass ein Hund entsprechend Wasser und Futter benötigt. Zudem sollte der Vierbeiner – genauso wie sie – regelmäßig von einem Arzt (Tierarzt) durchgecheckt werden.
Lagern sie zudem die wichtigste Tiermedizin-Arten (z. B. Entwurmungsmittel) ein.

Verteidigungsgegenstände

Jeder vermiedene/verhinderte Kampf ist ein gewonnener Kampf, besagt eine Survival-Weisheit.
Ein Verteidigungsgegenstand, mit dem sie sich ausstatten sollten, ist Pfefferspray. Üben sie, wie man damit umgeht im Garten oder einem anderen geschützten Bereich.


Sperrholz zur Fenstersicherung

Speziell in städtischen Umgebungen kann es Sinn machen, die Fenster ihres Hauses oder Wohnung mit Sperrholz während einer Krise zu barrikadieren.

So machen sie es potentiellen Einbrechern und Eindringlingen zumindest schwerer, in ihre vier Wände vorzudringen (speziell wenn sie ihr Haus/Wohnung für längere Zeit verlassen müssen). Auch im Falle eines schweren Sturmes kann es Sinn machen, die Fensterbereiche zu versiegeln.

Alarmanlagen


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Dieses “Signal” kann Einbrecher zu gleichen Teilen abschrecken (ich kann erwischt werden) oder anziehen (hier gibt es was zu holen).

Zum Betrieb der Kameras und Monitore benötigen sie Strom – was sie in Krisenzeiten mit möglichen Versorgungsausfällen vor Herausforderungen stellen kann.

Beleuchtung Ihres Hauses


Licht kann ungeladene Besucher entweder anziehen oder auch fernhalten. Was in ihrem Fall konkret die beste Variante ist, sollten sie nach ausreichender Überlegung und Abwägung selbst entscheiden.
Bewegungsmelder sind eine Möglichkeit, es ungebetenen Gästen ans Herz zu legen, sich möglichst rasch wieder von ihrem Grund zu entfernen. Mittlerweile gibt es Geräte, die sich tagsüber via Solar aufladen und in Folge ganz selbstständig und ohne externe Stromversorgung ihren Dienst verrichten.

Weitere Gegenstände

Jedes Jahr das gleiche Problem: am Ferienort angekommen, hat man immer zwei oder drei wichtige Sachen zuhause vergessen. Im Urlaub ist das kein Problem. Die Badehose und die Sonnenbrille sind schnell vor Ort nachgekauft. Während einer Krise können sie jedoch nicht davon ausgehen, dass alle Läden offen haben und sie wie gewohnt alles schnell erwerben können.

Denken sie bei ihren Vorbereitungen deshalb auch an die folgenden Gegenstände:
Akkus & Batterien
Je mehr Akkus bzw. Batterien sie bevorraten können, desto besser (sehr guter Tauschartikel). Achten sie darauf, möglichst Geräte zu kaufen, die den gleichen Batterietyp benötigen/nutzen.

Normale Alkaline-Modelle (mit 1,5 oder 9 Volt) haben in der Regel eine Lebensdauer von ca. fünf bis 10 Jahren.

Paracord

Hier handelt es sich um ein sehr starkes Nylonseil, welches eigentlich für Fallschirme entwickelt wurde. Einige Survival-Messer sind bereits serienmäßig mit diesem kleinen Universalhelfer umwickelt, der eine schier endlose Zahl an Einsatzmöglichkeiten mit sich bringt:

  • Aufhängen von Gegenständen jeder Art

  • Befestigungen für Zelte, Planen, etc.

  • Bau einer behelfsmäßigen Hängematte

  • Reparatur von Gegenständen

  • Ersatzgriff für Handwerkzeuge (wenn umwickelt)

  • Ersatzschnürsenkel

  • Hunde-/Hundeleine

  • Notfall-Aderpresse

  • Schleppseil (mehrere Seile miteinander verflochten)

  • Temporäre Behelfsgurte

  • Wäscheleine

  • Zugschnur für Motoren


Stromgeneratoren


Im besten Falle haben sie mehrere Arten von Generatoren zur Verfügung – zum Beispiel auf Kraftstoff- und Holzbasis sowie Generatoren für Hand-, Wasser- und Windkraft sowie Solarpaneele. 

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Reinigungsprodukte für den Haushalt

Auch in der Krise sollten ihre vier Wände sauber bleiben. Ein Vorrat an folgenden Gegenständen empfiehlt sich daher:

  • Essigreiniger

  • Bleichmittel

  • Waschpulver für Kleidung

  • Spülmittel

  • Toilettenreiniger

  • Schwämme & Putztücher

  • Spülhandschuhe

  • Pfannenreiniger

  • etc.


Strumpfhosen

Eignen sich unter anderem zum Einsatz als:

  • Fuß- und Beinwärmer (wenn unter den regulären Socken getragen) und Schutz gegen Blasenbildung

  • Behelfsmäßige Schutzmaske (z. B. gegen Staub)

  • Essen trocknen: geben sie das zu trocknende Lebensmittel in die Strumpfhose und hängen sie es in die Sonne

  • Wasserfilter: filtert die gröberen Partikel aus schmutzigem Wasser heraus

  • ​Verband für Wunden

  • Behelfsmäßige Tragetasche und Verstaumöglichkeit


Panzertape

Gehört in mehrfacher Ausführung in jeden Krisenvorrat und hat folgende Einsatzmöglichkeiten:

  • Behelfsmäßige Pflaster

  • Abdichtung von kleineren Wasserschäden (z. B. an Rohren) und Fenster.

  • Seilersatz: einfach gewünschte Länge von der Rolle abtrennen und dass Band lange genug drehen bis es stabil wird. Je stabiler das Seil sein soll, desto mehr Lagen an Tape sollten übereinandergelegt werden.

  • Behelfsmäßiger Verband

  • Abdichten von Lebensmittelbehältern

  • Zunder: brennt wie Kondome sehr gut und lange

  • Reparatur und Zusammenbinden von Gegenständen



Aluminiumfolie

Wiederum ein Multitalent, welches sich für unter anderem folgende Anwendungen empfiehlt:

    • Schärfen von Scheren: Alu-Folie einfach zweimal falten und mit der Schere hineinschneiden

    • Zum Kochen und Braten von Essen (als Pfannenersatz)

    • Putzen von Pfannen & Töpfen

    • Behelfs-Spiegel


​Bonus: An diesen Orten sollten Sie sich während einer Krise nicht aufhalten

Unter Krisenvorbereitern wird oft leidenschaftlich diskutiert, was man während einer Krise tun und wo man sich aufhalten sollte. Doch eines wird fast nie thematisiert: wo sie besser nicht hingehen bzw. sein sollten.

Hier habe ich deshalb die Orte aufgelistet, an denen sie sich nach dem Eintritt oder während einer Krise möglichst nicht aufhalten sollten:

1. Große Supermärkte und Einkaufszentren
Sie werden wohl nicht der Einzige sein, der auf die Idee kommt, sich mit Wasser, Lebensmitteln und anderen Dingen einzudecken, wenn es bereits zu spät ist.

Die Chancen stehen dann nicht schlecht, dass sie – anstatt etwas kaufen zu können – sich in einem Chaos wiederfinden und womöglich noch in Gefahr bringen. Auch auf den Straßen kann womöglich Chaos herrschen.

Falls es wirklich nicht anders gehen sollte, dann empfehle ich ihnen, zumindest nur kleine Geschäfte in weniger dicht bewohnten Orten aufzusuchen.
Es ist grundsätzlich nie eine gute Idee, sich an einen Ort zu begeben, an dem sich viele Menschen versammeln, welche gerade verängstigt sind und emotional auf dem Zahnfleisch gehen.

2. Großstädte
In einer Stadt wie New York, Tokyo oder Berlin kommt es schnell zu einer Panik und dem totalen Zusammenbruch der Ordnung. Allein schon aufgrund der z. B. bei einem Stromausfall nicht mehr funktionierenden Ampeln.

Mit einem Auto die Stadt zu verlassen ist in den Metropolen dieser Welt – wenn es knallt – fast aussichtslos. Die besten Karten haben sie, wenn sie ein Motorrad, Roller oder Fahrrad benutzen.
Wenn sie in der Stadt wohnen, sollten sie deshalb möglichst zuhause oder in einem anderen Gebäude (z. B. ihr Büro bleiben). Wenn sie auf dem Land wohnen, sollten sie es vermeiden, sich in größere Städte zu begeben.

3. Krankenhäuser
Hier ist mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Krisensituation die Hölle los.
Sofern sie nicht schwer verletzt sind, stehen zudem ihre Chancen eher schlecht, zeitnah beziehungsweise überhaupt behandelt zu werden.
Falls sie wirklich einen Arzt brauchen, sollten sie alles in Bewegung setzen, um einen Behandler außerhalb von Krankenhäusern zu finden.

Am besten sie haben mehrere Ärzte per Direktwahl auf ihrem Handy verfügbar und können diese entweder anrufen – oder im Falle eines Netzausfalls – direkt in ihrer Praxis aufsuchen. Hier lohnt es sich schon jetzt, gute Kontakte zu knüpfen, von denen sie wenn es einmal darauf ankommen sollte, profitieren können.

4. Autobahnen und vielbefahrene Straßen
Sie müssen im Krisenfall ihr Auto benutzen? Dann sollten sie besser auf kleinere Landstraßen und unbefahrene Wege ausweichen. Autobahnen könnten überfüllt und eher gefährlich sein (emotional aufgekratzte Fahrer, die sich und andere in Gefahr bringen).

5. Wald & Wildnis
Besonders die männlichen Vertreter der Gesellschaft gefallen sich in der Fantasie des harten Überlebenskünstlers, der sich mit einem Messer zwischen den Zähnen geklemmt souverän und heldenhaft durch die Wildnis kämpft.

Doch wenn sie nicht zwanzig Jahre lang Mitglied der französischen Fremdenlegion waren und im Dschungelkampf ausgebildet wurden, bringen sie sich mit einem Hardcore-Ausflug in die Natur womöglich mehr in Gefahr, als wenn sie in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.

Informationen über den Autor​

Andreas K.
Andreas K.

Seit knapp fünf Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Outdoor und Survival und schreibe seit Januar 2020 über das Thema auf Outdoor-Geek.de

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